Apple iPad 10 im Test: Neues Design, aber Schwächen beim Display

Thomas Zick am 06.12.2022 18:42 Uhr
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Apple hat das iPad in der bereits zehnten Generation sowohl beim Design als auch bei der Ausstattung mitunter recht stark verändert, mit einem Preis von mindestens 579 Euro ist es nun allerdings deutlich teurer als sein direkter Vorgänger. Zwar macht Apple vieles richtig, jedoch gibt es auch ein paar (absichtliche) Schwachpunkte - findet unser Kollege Andrzej Tokarski, der das iPad 10 einen Monat lang getestet hat.

Modernes Design und mehr Leistung

Positiv f√§llt auf, dass Apple sich nun endlich vom alten Design verabschiedet hat. Optisch erinnert das iPad 10 nun an das iPad Air und iPad Pro. Das Geh√§use besteht aus Aluminium und es ist 7 Millimeter dick. Einen Kopfh√∂reranschluss gibt es ebenso wenig wie einen Steckplatz f√ľr Micro-SD-Karten. Der Lightning-Anschluss ist USB-C gewichen, auch wenn dieser langsamer als bei den Pro-Modellen ist.

Apple iPad 10. Generation (2022)
Das Apple iPad 10 ...


Apple iPad 10. Generation (2022)
... ist ein gutes, ...


Apple iPad 10. Generation (2022)
... aber nicht perfektes Tablet

Es gibt insgesamt zwei Lautsprecher, welche (anders als noch beim Vorgänger) eine echte Stereo-Trennung ermöglichen. Bei der Platzierung der 12-Megapixel-Frontkamera hat sich Apple ebenfalls Gedanken gemacht. Diese sitzt nun mittig, wenn man das Tablet in Landscape-Ausrichtung hält.

In Sachen Rechenleistung kann das iPad 10 mit dem hauseigenen Apple A14 sowie 4 GB RAM nicht ganz mit dem iPad Mini von 2021 oder den aktuellen Pro-Modellen mithalten. Es ist aber schneller als das iPad 9 und schneidet in Benchmarks besser als jedes derzeit erhältliche Android-Tablet-Tablet ab.

Probleme beim Display und Zubehör

Schw√§chen zeigt das iPad 10 vor allem beim Display. Dieses ist mit 10,9 Zoll etwas gr√∂√üer geworden, es l√∂st hoch auf (2360 x 1640 Pixel) und ist sehr hell (500 Nits). Aber leider ist der Bildschirm nicht laminiert, das bedeutet: Es gibt eine sichtbare L√ľcke zwischen dem Touchscreen und dem IPS-Panel. Dies kann vor allem beim Schreiben oder Zeichnen st√∂ren, ist aber auch ansonsten sichtbar, sofern man denn darauf achtet.

Auch die Schwarzwerte sind nicht so gut wie beim iPad Pro und der Bildschirm spiegelt stärker als dies bei anderen Tablets dieser Preisklasse der Fall ist. Eine weitere ärgerliche Schwäche fällt dann auf, wenn man das iPad 10 im Querformat hält: Beim Scrollen ist ein Jelly- oder Rolling-Shutter-Effekt zu sehen.

Beim Zubeh√∂r bietet Apple ebenfalls Anlass zur Kritik. Zwar kann man auf dem Display mit einem Stift Schreiben und Zeichnen, daf√ľr ist allerdings der Apple Pencil der ersten (und nicht der zweiten) Generation erforderlich. Dieser l√§sst sich nur √ľber einen Adapter mit dem Tablet verbinden. Zum Aufladen des Stifts am Tablet wird dann zus√§tzlich noch ein Kabel ben√∂tigt. Wer eine Tastatur ben√∂tigt, muss au√üerdem zum neuen Apple Magic Keyboard Folio (rund 300 Euro) greifen - das alte Magic Keyboard ist nicht kompatibel.
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