Sabrent NVMe-SSD-Case: Superschnell und mit cleverem USB-Kabel

Sebastian Kuhbach am 02.06.2022 16:33 Uhr
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Beim Sabrent EC-NVME handelt es sich um ein NVMe-SSD-Case mit cleverem USB-Kabel samt USB-A auf USB-C-Adapter. Der Hersteller setzt auf einen USB 3.1 Gen2-Anschluss auf der Front des Cases. Laut Datenblatt sind hiermit Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s möglich.

Im Gegensatz zur werkzeuglosen Variante wird der SSD-Speicher im Inneren mit einer Schraube fixiert. Der kostenlos mitgelieferte Schraubenzieher wird weiterhin verwendet, um mit vier Schrauben den Boden samt Heatsink zu fixieren. Das Case eignet sich nur f√ľr PCIe-basierte NVMe M-Key M2 SSDs. Andere Speichermedien, wie etwa M.2 SATA- oder PCIe AHCI-SDDs, k√∂nnen nicht verbaut werden. Vor der Anschaffung sollte man sich also √ľberlegen, welche SSD Einzug in das Case nehmen soll.

Sabrent externes NVMe-Gehäuse
Einfache Montage ...


Sabrent externes NVMe-Gehäuse
... cleverer USB-Stecker ...


Sabrent externes NVMe-Gehäuse
... und gute Geschwindigkeiten

Im SSD-Case kann das Größenspektrum 2230/2242/2260/2280 verwendet werden. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit gibt Sabrent mit um die 850-1020 MB/s an. Die erreichten Geschwindigkeiten sind auch immer von der SSD im Inneren abhängig. Unser Kollege Timm Mohn verwendet im oben stehenden Video eine Rocket 4 Plus NVMe 4.0 Gen4 mit 2TB Speicherplatz.

Das CrystalDiskMark-Tool misst in etwa die Werte, die vom Hersteller genannt werden: Beim Test mit 1 GB Dateien werden diese mit 1017,69 MB/s gelesen. Neue Dateien werden laut Tool mit 857,85 MB/s geschrieben. USB-bedingt liegen die Geschwindigkeiten weit unter dem, was mit der SSD möglich wäre: Im Falle der Rocket 4 Plus konnte diese in der Playstation 5 zeigen, was wirklich in ihr steckt.

Das Case kommt ohne L√ľfter daher und arbeitet folglich fl√ľsterleiser. Beim Einbau wird von der Heatsink ein Schutzfilm entfernt. Besagte Heatsink leitet die W√§rme von der SSD auf das Aluminiumgeh√§use ab. Das √Ąu√üere wird im Betrieb trotzdem nicht zu warm, als dass eine Ber√ľhrung unangenehm w√ľrde. Sabrent gew√§hrt zwei Jahre Garantie auf das Case, sollten sich dennoch mal Probleme einstellen.

Ingesamt kann das Case im Betrieb √ľberzeugen: Der Einbau einer SSD ist sehr einfach und f√ľr den Betrieb sind unter macOS und Windows keine Treiber n√∂tig. Erfahrungsgem√§√ü verteilt Sabrent Firmware-Updates, sodass das SSD-Case zuk√ľnftig bei Bedarf auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Die Elektronik im Inneren des EC-NVME ist abw√§rtskompatibel zu USB 3.1 und USB 3.0-Anschl√ľssen.

Das Case kann folglich auch an PCs verwendet werden, die noch ohne Gen2-Anschluss auskommen. Der Hersteller bietet das Ger√§t in schwarz oder grau an. Leider ist das mitgelieferte USB-Kabel stets schwarz, auch, wenn man sich f√ľr die graue Version entscheidet. Im Schnitt ist das EC-NVME mit 52,99 Euro etwa 8 bis 9 Euro teurer als die werkzeuglose Variante. Einen Unterschied in Sachen Sitz der SSD konnte in den vergangen Wochen aber nicht festgestellt werden: Einmal verschraubt, sitzt die Sabrent Rocket 4 Plus bombenfest im EC-NVME.

Vorteile:

Neutral:

Nachteile:
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