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19.05.2022  17:34 Uhr

Apples erster M1-iMac: Keine QualitÀts-Abstriche im Refurbished-Shop

Der Apple iMac 24 Zoll ist seit dem FrĂŒhjahr 2021 auf dem Markt. Der aktuell einzige iMac in Apples Portfolio erfuhr im vergangenen Jahr ein komplettes Redesign und erschien in insgesamt 7 Farben. Der schlanke All-in-One-PC setzt auf Apples eigenen M1-Chip, welcher fĂŒr sehr gute Performance bekannt ist.

Neben dem Prozessor kann auch der Bildschirm ĂŒberzeugen: Das 24-Zoll-Display-Panel ist 500 Nits hell und löst mit 4,5K auf. Wie es sich fĂŒr einen All-in-One-Rechner gehört, verbaut Apple im oberen Bildschirmrand eine durchaus gute 1080p-Webcam. Auf Wunsch kann der iMac mit bis zu 2TB internem Speicher konfiguriert werden. StandardmĂ€ĂŸig sind 8 GB RAM mit an Bord. Der Arbeitsspeicher kann wĂ€hrend des Bestellprozesses verdoppelt werden. SpĂ€tere Hardware-Upgrades sind nicht möglich. Das Gesamtpaket wird durch eine farblich passende Magic Maus 2 und eine ebenso eingefĂ€rbte Tastatur abgerundet.

Mit dem iMac verabschiedete sich Apple bei den All-in-One-GerĂ€ten von den Prozessoren der Konkurrenz. Der Abschied wurde von iMac-Fans lange herbeigesehnt: Immer wieder hatten Apple-Computer mit lauten LĂŒftern und Thermal Throttling zu kĂ€mpfen. Der Prozessor aus eigenem Hause löst viele Probleme, die iMac-User ĂŒber Jahre hinweg plagten.

Apple iMac (2021)
Apples iMac hat ...


Apple iMac (2021)
... auch fĂŒr kleine Schreibtische ...


Apple iMac (2021)
... ausreichend Leistung

Dazu gehört u.a. Überhitzung, an die beim neuen iMac nicht mehr zu denken ist. Die im All-in-One-PC verbauten LĂŒfter vernimmt man höchstens wĂ€hrend sehr leistungshungrigen Tasks. Die LautstĂ€rke-Entwicklung ist allerdings zu vernachlĂ€ssigen: das normale BetriebsgerĂ€usch vieler herkömmlichen PCs ist lauter als das LĂŒtfergerĂ€usch des Apple-GerĂ€tes beim Rendern und Exportieren von Videos.

Apple hat den iMac in einen Farbtopf geworfen: den inzwischen nicht mehr ganz so neuen All-in-One-PC kann man in sieben unterschiedlichen Farben kaufen. Allerdings unterscheidet sich die Farbe der RĂŒck- und Vorderseite teils sehr stark. Wer sich also ein intensives Rot auf der Vorder- und RĂŒckseite gewĂŒnscht hat, wird enttĂ€uscht.

Mit dem Redesign hat sich der iMac gĂ€nzlich von schwarzen BildschirmrĂ€ndern verabschiedet. Dieser Umstand gefĂ€llt nicht jedem: anfangs gab es von Fans hierfĂŒr sehr viel Kritik. Wem die weißen Bezel ein Dorn im Auge sind, kann sich bspw. Skins von Drittanbietern kaufen. Diese werden ĂŒber die weißen Bereiche der iMac-Front geklebt.

Nicht jede AusfĂŒhrung des iMacs kommt in allen sieben Farben: Die gĂŒnstige Einsteiger-Variante ist nur in vier Farben verfĂŒgbar. Der iMac ist sehr schmal, was auch Nachteile mit sich bringt. Der Hersteller hat das GehĂ€use so stark verkleinert, so dass der Klinkenanschluss an die Seite gewandert ist. Leider verzichtet der iMac ab Werk auf einen SD-Kartenslot.

Refurbished wird es billiger

Der inzwischen etwas ĂŒber ein Jahr alte Rechner wurde derweil auch in den Refurbished-Shop Apples aufgenommen. In der etwas versteckten Rubrik werden aufgearbeitete Apple-Produkte aus Retouren mit vollstĂ€ndiger Garantie und 14-tĂ€gigem RĂŒckgaberecht angeboten. Der im oben stehenden Video gezeigte iMac entstammt eben jener Sektion des Apple Stores.

Entscheidet man sich fĂŒr einen Refurb-iMac, bezahlt man nicht den regulĂ€ren Shop-Preis fĂŒr die GerĂ€te: Die von unserem Kollegen Timm Mohn ausgewĂ€hlte Basis-Konfiguration kostet neu 1449 Euro, im Refurbished-Store von Apple zahlt man allerdings nur 1229 Euro. Wer also etwa 220 Euro sparen möchte, muss eventuell etwas Zeit investieren und den Store genau im Blick behalten: nicht jede Variante ist dauerhaft im Refurb-Shop verfĂŒgbar.

Beispielsweise ist der iMac mit 2TB rar gesĂ€t. Zwar muss man nicht so stark auf der Hut sein wie etwa beim Kauf einer Playstation 5, kleine Tools zum Kauf eines gebrauchten iMacs sind dennoch nĂŒtzlich: Der Refurb-Tracker informiert via personalisiertem RSS-Feed ĂŒber neu eingestellte Angebote. Oft reicht es, beim morgendlichen E-Mails Lesen ĂŒber den RSS-Feed zu schauen und ggf. zuzuschlagen.

Die Ersparnis kann man bspw. fĂŒr Zubehör oder Apple Care verwenden. Da dem iMac bereits eine Tastatur und Maus beiliegen, empfiehlt sich bspw. eine externe SSD, um etwaige Speicherdefizite zu ĂŒberbrĂŒcken. Die geringe Auswahl an Ports kann man mit einer Thunderbolt-Docking-Station ausmerzen.

Apple iMac (2021)

Der Vorteil an All-in-One-GerÀten ist ganz klar: Da der Computer im Display steckt, spart man sich mindestens ein HDMI- und Stromkabel. Der neue iMac bricht gleichzeitig mit der Tradition Àlterer iMacs und setzt auf ein externes Netzteil. Damit ist die Verwendung auf kleinen Tischen, wie etwa dem Sellka Mahtuva oder dem Flexispot V9 etwas weniger elegant möglich.

Dennoch gilt: Ein Schreibtisch wirkt mit einem iMac deutlich aufgerĂ€umter, als wenn dort ein Computer mit Bildschirm steht. Wer sich den Unterschied einmal genauer vor Augen fĂŒhren möchte, kann sich vergleichend im Video zum Beelink GTR5 selbst vom platztechnischen Vorteil eines All-in-One-PC gegenĂŒber einer PC und Monitor-Kombination ĂŒberzeugen.

Der kleinste iMac kostet bei Apple wie bereits angemerkt 1449 Euro. Ingesamt stehen drei Grundvarianten zur VerfĂŒgung, die optional im Bestellprozess noch aufgerĂŒstet werden können. Einen der grĂ¶ĂŸten Unterschiede stellt die GPU dar: Bei der gĂŒnstigsten Variante kommt diese nur mit 7 Kernen daher. Ab 1669 Euro gibt es nicht nur eine 8-Kern-GPU, sondern auch zwei weitere USB-AnschlĂŒsse. Wer nicht auf eine Docking-Station wie die von Sabrent setzen möchte, greift direkt zur iMac-Variante mit mehr AnschlĂŒssen.

Weitere Upgrades beinhalten bspw. den RAM oder die GrĂ¶ĂŸe der internen SSD. Auch der Ethernet-Port im LadegerĂ€t ist optional und kostet extra. Jenen als bezahltes Extra anzubieten ist keine schlechte Idee: Es ist fraglich, wie viele Nutzer wirklich noch einen Ethernet-Port am iMac benötigen. Die Build-to-Order-Optionen können sich fĂŒr einige Nutzer lohnen, auch wenn die Standard-Varianten des iMacs durchaus attraktiv sind.

Je nach Konfigurationswunsch muss man sich auf Grund der Chip-Krise allerdings auf einige Wochen Wartezeit einstellen. Beim Kauf ĂŒber den Apple-eigenen Refurbished-Store entfĂ€llt diese.

Vorteile

  • Aufgefrischtes Design
  • 7 verschiedene Farben
  • Sehr gutes Display
  • Arbeitet flĂŒsterleise
  • Gute interne Webcam
  • Mit bis zu 2 TB SSD Speicher
  • Farblich passendes Zubehör im Lieferumfang
  • Im Refurbished-Shop gĂŒnstiger
  • Keine Gebrauchsspuren bei Refurb-Ware

Neutral

  • Mitunter lange Wartezeiten bis zur Auslieferung
  • Magic Maus 2 stellt einen ergonomischer Alptraum dar
  • QualitĂ€t des Mikrofons trotz "Studio QualitĂ€t" eher mittelmaß
  • Weiße BildschirmrĂ€nder
  • Unterschiedliche Farbtöne vorne und hinten

Nachteile

  • Keine 4 oder 8 TB SSD-Option
  • Speicher-Upgrade sehr teuer
  • Wenig AnschlĂŒsse
  • Bisher nur mit M1-Prozessor verfĂŒgbar
  • Keine Upgrade-Möglichkeit

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2021 Apple iMac
Preis: 1.237,96 €
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