Counter-Strike feiert 20. Geburtstag und wir blicken zurück

Witold Pryjda am 19.06.2019 16:29 Uhr
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Der Shooter Counter-Strike feiert heute seinen 20. Geburtstag und in diesen zwei Jahrzehnten durchlief das Spiel zahlreiche Höhen, aber auch Tiefen. Die Höhen betrafen die zahlreichen Standards, die Counter-Strike u. a. im E-Sport setzen konnte. Für die Tiefen war der Shooter, der als Modifikation seinen Anfang nahm, nicht oder nur indirekt verantwortlich.

Der legendäre Shooter Half-Life erschien Ende 1998 und man kann sagen, dass das Brechstangen-Epos die Spielewelt verändert hat, wie man auch im "Geschichts-Video" von Valve sehen kann. Denn es war maßgeblich verantwortlich für den Aufstieg eines damals noch unbekannten Entwicklers Valve, was wiederum zum Aufbau und Aufstieg des Distributionsplattform Steam führte - und Steam ist bekanntlich der dominierende Vertriebskanal für PC-Spiele.

Counter-Strike 1.6
Am 19. Juni 1999...


Counter-Strike 1.6
...erschien die erste Beta...


Counter-Strike 1.6
...der Half-Life-Mod Counter-Strike

Hobby-Projekt

In einem Atemzug mit Valve, Half-Life und Steam muss man aber auch Counter-Strike (CS) nennen. Dieses nahm heute vor 20 Jahren den Anfang und wurde als Modifikation für Half-Life erstmals freigegeben, anfangs noch als Beta. Verantwortlich war eine kleine Gruppe von Hobby-Entwicklern rund um Minh " Gooseman" Le und Jess "cliffe" Cliffe.

Counter-Strike 1.6

Sie verwendeten das Grundgerüst von Half-Life, um daraus einen für das Online-Spiel ausgerichteten Wettkampf zwischen Terroristen und den Mitgliedern einer Antiterroreinheit zu erschaffen. Anfangs gab es nur das Geiselrettungsszenario sowie nur wenige Waffen und Maps, das wurde später um u. a. die Bombenentschärfung erweitert, Waffen und Karten kamen ebenfalls dazu.

Anfangs wurde Counter-Strike nur wenig beachtet, mit der fünften Beta änderte sich das Interesse dramatisch, wie Le in einem Interview mit Gamasutra verriet, die Nutzerzahlen "explodierten". Hauptverantwortlich war dafür vor allem Mundpropaganda. Das bemerkte man auch bei Valve und sprach 2000 Le und Cliffe an. Man kaufte ihnen die Rechte an Counter-Strike ab und bot ihnen Jobs bei Valve an. Im September 2000 wurde dann die erste Nicht-Beta-Fassung veröffentlicht.

Counter-Strike: Global Offensive

Der Rest ist quasi Geschichte. Nach der Veröffentlichung entwickelte sich Counter-Strike zum Spiel, das für die E-Sport-Revolution hauptverantwortlich war. Version 1.6 war die "finale" Version des Original-Spiels. Es folgten diverse "neue" Teile wie Counter-Strike: Condition Zero, Counter-Strike: Source, der bis heute aktuelle Teil ist Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO).

Auch Kontroversen

Counter-Strike prägte die Multiplayer-Welt wie kaum ein anderes Spiel und erlangte eine entsprechende Berühmtheit. Das sprach sich allerdings auch zu Leuten herum, die mit Gaming eigentlich nichts anfangen konnten und so gab es immer wieder Politiker und Jugendschützer, die sich echauffierten, dass man in CS Terroristen spielen kann.

Counter-Strike wurde auch immer wieder als Beispiel für ein böses "Killerspiel" hergenommen und zwar von Politikern wie Boulevardzeitungen. Die Debatte erreichte mit dem Amoklauf von Erfurt am 26. April 2002 den Höhepunkt. Mittlerweile ist Gaming aber im Mainstream angekommen und damit ist auch Counter-Strike aus den Negativschlagzeilen verschwunden.

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