Xiaomi Poco F1 Smartphone: Der Preis-Leistungs-K├Ânig im Hands-On

Roland Quandt am 31.08.2018 13:14 Uhr
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Das Xiaomi Pocophone F1 ist ein kleines Wunder. Der chinesische Hersteller bietet mit seinem neuesten Wurf mal eben ein High-End-Smartphone, das s├Ąmtliche Konkurrenten mit Preisen ab 329 Euro vollkommen alt aussehen l├Ąsst. Zwar muss man daf├╝r einige Abstriche machen, doch wie unsere kurze "Hands-On"-Zeit mit dem neuen Telefon zeigte, m├╝ssen sich die anderen Hersteller damit abfinden, dass Xiaomi das Poco F1 millionenfach absetzen wird. Die Gr├╝nde daf├╝r liefert unser erster Video├╝berblick.

Xiaomi Pocophone F1

Das Poco F1 ist im Grunde der R├╝ckkehr zu Xiaomis urspr├╝nglichem Konzept: ein extrem gutes Preis-Leistungsverh├Ąltnis bei geringer Marge zu bieten. Das Ger├Ąt verbindet eine absolute High-End-Basis mit einer Vielzahl durchaus brauchbarer Komponenten, die sonst nicht ganz dem Premium-Anspruch eines Flaggschiff-Smartphones entsprechen. Den Mittelpunkt bildet der aktuelle Qualcomm Snapdragon 845 Octacore-SoC, welcher hier wieder mit seinen acht bis zu 2,8 Gigahertz schnellen Kernen f├╝r massiven Vortrieb sorgt. Er wird mit ganzen sechs Gigabyte schnellem LPDDR4X-RAM und 64 oder 128 GB ebenso schnellem UFS-2.1-Speicher kombiniert, der per MicroSD-Hybrid-SIM-Slot bequem erweitert werden kann.

Xiaomi Pocophone F1

Die Leistung des High-End-Prozessors von Qualcomm braucht man wohl nicht hinterfragen. Auch die Resultate, die die 12-Megapixel-Kamera des Poco F1 liefert, scheinen auf den ersten Blick durchaus in Ordnung zu gehen, auch wenn die Software teilweise mit ihren auf "K├╝nstlicher Intelligenz" basierenden Verbesserungsversuchen etwas ├╝ber das Ziel hinausschie├čt - wie die wei├čen R├Ąnder um B├Ąume bei Gegenlichtaufnahmen deutlich machen. Das Display ist mit seinem LCD-Panel und der FullHD+ Aufl├Âsung durchaus gestochen scharf, auch wenn es in Sachen Helligkeit nicht mit teureren OLED-Bildschirmen mithalten kann.

Beeindruckend ist auch der Akku, denn dieser d├╝rfte das Ger├Ąt mit seinen 4000mAh ohne weiteres durch den Tag bringen k├Ânnen - und kann trotz des niedrigen Preises per Quick Charge 3.0 sehr schnell geladen werden. Das Geh├Ąuse ist zwar "nur" aus Kunststoff, h├Ąlt aber gerade deshalb einiges aus, wie die nach einem Sturz aus einiger H├Âhe dennoch minimale Verformung in der Oberfl├Ąche bei dem hier gezeigten Ger├Ąt belegt. Fingerabdr├╝cke sind auf der grauen R├╝ckseite unseres netterweise von den Kollegen von TechVideo.de zur Verf├╝gung gestellten Ger├Ąts ebenso kein Problem - ganz anders als bei den Glasr├╝ckseiten des Xiaomi Mi 8 und vieler anderer erheblich teurerer Smartphones.

Wer nun noch wegen der hier verwendeten "MIUI for Poco" z├Âgert, also der etwas weniger stark modifizierten Variante von Xiaomis hauseigener Benutzeroberfl├Ąche, die ├╝ber dem Android 8.1 "Oreo" liegt, welches hier ab Werk an Bord ist, kann auch in dieser Hinsicht mittelfristig hoffen. Weil Xiaomi eine breite Unterst├╝tzung der Android-Entwickler-Community angek├╝ndigt hat und das Ger├Ąt "Project Treble" unterst├╝tzt, d├╝rfte es schon sehr bald eine Vielzahl von "reinen" Android-Builds oder sinnvoll modifizierten Custom-ROMs f├╝r das Poco F1 geben. F├╝r 329 Euro kann man derzeit also wirklich nirgends "noch mehr Smartphone" erhalten.
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