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Großverlag Elsevier darf 15 Mio. $ von Forschungs-Piraten verlangen

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[o1] venture am 23.06. 19:00
Wissen darf nicht unter Verschluss gehalten werden. Es muss hürdenlos zugänglich sein. Das heißt auch, dass Geld keine Voraussetzung für den Zugang zu Wissen sein darf. Wissen gehört frei zugänglich in Bibliotheken. Und in modernen Zeiten auch in digitale Bibliotheken, welche Zugang übers Internet bieten.
(Nur zur Info, ich rede bewusst von Wissen. Wenn aus einer Forschung Wissen hervorgeht, gehört es der Menschheit. Die Nutzung im Sinne von der Herstellung eines Produktes aus dem Wissen, benenne ich damit ausdrücklich nicht. Aber auch Patente sollten meiner Meinung nach maximal nur eine Gültigkeit von 3 Jahren haben dürfen. Jahrelanges unter Verschlusshalten von Patenten verhindert die wissenschaftliche und technologische Entwicklung. Ich finde in den 3 exklusiven Jahren ist es gerecht seine Idee in Form von Produkten, wie einem Gerät oder einer Pille usw. (nicht der Verkauf des Wissen als Buch dahinter), zu Geld zu machen. Danach muss es möglich sein, ohne dass es als Patentverletzung gilt, auf diesem Wissen aufzubauen und es frei weiterentwickeln zu können. Auch für Außenstehende. Der Spruch "Wissen ist Macht" ist falsch. "Unwissenheit durchzusetzen / Zugang zu verwehren ist Unterdrückung.")
[re:1] iPeople am 23.06. 19:48
+1 -5
@venture: Ob jemand seine Forschungsergebnisse öffentlich macht, entscheidet allein jener, der diese Forschung finanziert hat. Niemand wird gehindert, ebenfalls in diesem Bereich zu forschen, der dann seine Ergebnisse freiwillig zur Verfügung stellt.
[re:1] venture am 23.06. 20:06
+3 -1
@iPeople: Das Problem an der Forschung ist, dass sie finanziert werden muss. Da stimme ich zu. Aber: Wenn es gesetzliche Rahmen gäbe, die jemanden nur 3 Jahre Schutz liefern würden, würde es den Zugriff und den Nutzen von Wissen stark fördern. Wenn ich etwas entwickle um Geld zu verdienen, kann ich das machen, 3 Jahre lang. Danach gehört das Wissen der Allgemeinheit. Im Umkehrschluss habe ich immerhin auch die Möglichkeit genauso frei auf Wissen, Forschungsergebnisse etc. zuzugreifen und sie für mich nutzbar zu machen. Das traurige ist leider, dass Geldgier vieles bremst. Beispiel: Es gibt Medikamente, die wesentlich bessere Ergebnisse liefern, aber nicht wirtschaftlich sind. Dafür nehmen wir das Leiden von Menschen in Kauf. Damit diese besseren Medikamente auch ja kein anderer evtl. doch wirtschaftlicher produzieren kann, bleibt die Forschung unter Verschluss. Evtl könnte sie aber sogar Leben retten. Ich bleibe dabei, Wissen, Forschungsergebnisse etc. dürfen nicht unter die freie Entscheidung ob oder ob nicht veröffentlicht oder zugänglich gemacht wird fallen. Wissen MUSS IMMER ALLEN zugänglich gemacht werden. Es fördert die Entwicklung der Wissenschaften, des technologischen Fortschritts, der Aufklärung der Menschen usw. Und es ist nicht mal unwirtschaftlich, bei genauem Hinschauen. Ich kann eine feste Zeitspanne (in meinem Beispiel 3 Jahre) nutzen um mit meiner Idee Geld zu verdienen. Nichts hindert mich daran die Idee weiterzuentwickeln und die neue Variante wieder 3 Jahre schützen zu lassen. Gleichzeitig treibt das auch den Forscherdrang an binnen einer Zeit eine vorherige Entwicklung nach Möglichkeit zu übertreffen. Nachdem das "Patent" nach der Spanne von x Jahren der Allgemeinheit übergeben wird, bilden sich zudem Konkurrenten, welche die Wirtschaft bekanntlich ehr fördern. Es entstehen weniger Monopole... Es gibt immens viele Vorteile von freiem Wissen und auch der Pflicht Wissen ohne Hürden zu teilen.
[re:1] iPeople am 23.06. 21:03
+1 -2
@venture: Wenn jemand auf ein Millarden schweres Forschungsprojekt nur 3 Jahre Patentschutz bekommen würde, würde er diese Mrd gar nicht erst investieren, denn Dein großzügiges "in der Zeit darf derjenige damit Geld verdienen" amortisiert diese Investition unter Umständen nicht. Das hat nichts mit Geldgier zu tun, sondern mit der Sicherung der Investition. Unter diesem Aspekt würde deine Idee vom freien Zugang nämlich nur eines fördern, das weniger in Forschung und Entwicklung investiert wird. Damit wäre deine theoretische Annahme, es würde der Wissenschaft dienen and absurdum.
Du hast bestimmt stichhaltige Beweise für deine Behauptung, es gäbe erforschte, bessere Medikamente , welche aufgrund Unwirtschaftlichkeit nicht zum Einsatz kommen.

Und nochmal, was hindert andere daran, zu forschen und die Ergebnisse zu veröffentlichen ?
[re:2] Zumsl am 23.06. 22:37
+1 -1
@venture: Ok, nehmen wir mal dein Totschlagargument:

"Es gibt Medikamente, die wesentlich bessere Ergebnisse liefern, aber nicht wirtschaftlich sind. Dafür nehmen wir das Leiden von Menschen in Kauf. Damit diese besseren Medikamente auch ja kein anderer evtl. doch wirtschaftlicher produzieren kann, bleibt die Forschung unter Verschluss."

Und jetzt betrachten wir das mal rein wissenschaftlich. Ist die Aussage wahr oder falsch? Hm, sie ist "evtl.". Und damit völlig unbrauchbar. Ergo maximal für eine Hypothese tauglich. Period.
[re:3] regulator am 24.06. 00:41
+ -3
@venture: Das sehe ich anders. Wissen soll zugänglich sein, aber das bedeutet nicht, dass auch jedwedes Wissen kostenlos zugänglich sein muss.
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