CIA feuerte Mitarbeiter, weil sie Snack-Automaten gehackt haben

Witold Pryjda am 23.06.2017 11:46 Uhr
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Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA stand zuletzt verstärkt im Blickpunkt der Medien, da die Whistleblower-Plattform WikiLeaks zahlreiche Dokumente zu den Hacker-Praktiken der Central Intelligence Agency veröffentlicht hat. Nun wurde aber ein Fall bekannt, bei dem Mitarbeiter ihr Knowhow intern eigensetzt haben.

Snacks im Wert von mehr als 3000 Dollar "befreit"

Der Fall ist zwar bereits einige Jahre alt, wurde aber erst jetzt bekannt: Denn wie BuzzFeed News berichtet, hat die CIA mehrere Mitarbeiter bzw. Auftragnehmer entlassen, nachdem man entdeckt hat, dass diese zwischen Herbst 2012 und Frühjahr 2013 Verkaufsautomaten manipuliert haben, um kostenlos an Chips und Schokoriegel zu kommen. Und es dürften auch einige Snacks gewesen sein, denn laut vor kurzem freigegebenen Dokumenten waren es Waren im Gesamtwert von mehr als 3000 Euro.

Der Diebstahl war systematisch und wurde auch per digitaler Manipulation durchgeführt. Denn die Hacker haben an den Snack-Automaten ein Kabel getrennt, das sie mit einem elektronischen Bezahlsystem namens FreedomPay verbindet. Daraufhin haben sie FreedomPay-Karten ohne Guthaben verwendet, um an die Waren im Automaten zu kommen.

Den Betreibern der Automaten fiel irgendwann einmal auf, dass man mehr Snacks "verkauft" als Geld einnimmt, also wurden Überwachungskameras installiert. Dadurch konnten die Übeltäter überführt werden, alle waren aber keine CIA-Angestellten, sondern von Drittunternehmen angeheuerte Mitarbeiter.

Ausgangspunkt dieser Betrügerei war eine namentlich nicht genannte einzelne Person, diese soll aufgrund von "Kenntnissen von Computer-Netzwerken" die Diebstahlserie initiiert haben. Alle Beteiligten bzw. Erwischten (die genaue Zahl ist nicht bekannt) haben die Taten gestanden. Sie wurden vom CIA-Gelände verwiesen und von ihren Arbeitgebern in weiterer Folge entlassen.

Siehe auch: CherryBlossom - CIA-Tool kann hunderte Router-Modelle kapern
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