China baut Wikipedia im China-Style: 20.000 feste Autoren legen los

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[o1] Nicht Du am 02.05. 11:53
+3 -
Ist natürlich dann die Frage, zu wievielen Prozent man auf die Artikel was geben kann...
[re:1] otzepo am 02.05. 12:25
@Nicht Du: schlimmer als das Original kann es ja kaum werden ;) Natürlich wird durch Zensur so manche Wahrheit verdreht, dafür wird aber in unpolitischen Themengebieten die Qualität wohl höher sein als bei unserer internationalen Wikipedia.
[re:1] Tintifax am 02.05. 12:28
@otzepo: Komischerweise zeigen unabhängige Vergleiche, dass die Wikipedia sehr wohl in Sachen Qualität mit großen Enzyklopädien konkurrieren kann. Und wenn jemand einen Fehler entdeckt, dann darf er den ja auch ausbessern, so ists nicht...
[re:1] regulator am 02.05. 12:58
+3 -6
@Tintifax: Hast du eine Quelle für diese These? In Randbereichen ist das, was in Wikipedia steht, oft sehr phantasievoll. Themen, die sehr viele Leser interessieren, sind dagegen in der Regel brauchbar aufbereitet.
[re:1] Tintifax am 02.05. 13:17
+4 -
@regulator: Nagel mich bitte nicht drauf fest, ich weiß, dass das ein bissl älter ist. Aber das erste was ich gefunden hab war: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/vergleichstest-wikipedia-schlaegt-die-profis-a-521457.html
[re:2] chillah am 02.05. 14:34
+2 -1
@Tintifax: Du hast schon recht, Wikipedia ist, trotz aller Kritik, eines der wichtigsten Wissensansammlungen die die Menschheit bisher geschaffen hat. Trotzdem kämpfen die Jedes Jahr aufs neue um die Umkosten zu decken. Zugegeben, die werden immer genug Kohle zusammen bekommen, aber eigentlich müssten die Anstrengungen um Wikipedia um Längen größer sein. Was China da macht, ist wirklich eine gute Sache und man kann nur hoffen, dass dieses chinesische Wikipedia dazu beiträgt, dass "unser" Wikipedia noch an Qualität gewinnt.
[re:1] Tintifax am 02.05. 15:49
+ -
@chillah: Also, das mit China find ich sehr fragwürdig. Wenn eine staatliche Institution, die nicht zwingend für einen offenen Zugang zur Meinungsfreiheit bekannt ist eine Wissensdatenbank aufbaut, dann erinnert mich das eher an 1984 als an freies Wissen.
[re:2] chillah am 02.05. 17:07
+ -
@Tintifax: Das ist natürlich richtig, und mein Kommentar ist vielleicht ein wenig zu euphorisch geschrieben. Man muss die ganze Geschichte sehr kritisch betrachten. Jedoch sollte man diese Unternehmung nicht von Vorne herein als Propagandainstrument abstempeln.
[re:3] otzepo am 02.05. 20:25
+ -
@Tintifax: Dann schauen wir wohl unterschiedliche Artikel an, in nahezu jedem Artikel den ich gelesen habe sind Fehler oder zumindest Ungereimtheiten - oft werden diese auch auf der zugehörigen Diskussionsseite besprochen, aber geändert wird nichts, es wird nur bis zum Erbrechen ausdiskutiert und ausgesessen. Oft erklären sich die Fehler auch schnell, wenn man sich die englischsprachige Seite anschaut, denn es wurde einfach nur falsch von dieser übersetzt. Selbst Rechtschreib- und Grammatikfehler kann man nicht schnell beheben, die ursprüngliche, fehlerhafte Version bleibt bestehen.

Wikipedia ist nicht mehr das was es mal war, vielleicht sind die Artikel umfangreicher geworden aber qualitativ hochwertig geht anders. Vielleicht mecker ich auf hohem Niveau, denn auch im Brockhaus sind natürlich einige Fehler enthalten.
Als für diese Seite passendes Beispiel nenne ich mal "Personal Computer", dieser ist laut Brockhaus (alte Ausgabe, keine Ahnung ob es da noch immer so steht) 1981 erfunden worden. Dabei handelt es sich aber um den IBM-PC, den Apple 1 gab es zum Beispiel schon 1976 im Handel und dieser ist eindeutig auch ein Personal Computer. Ich schreibe dies, da ich nicht bei der Qualität vergleichen kann. Zu Beginn von Wikipedia war die Qualität aber weit unter der von Encarta und für mich ist eine Aussage in der Wikipedia noch heute nicht ungefragt als Wahrheit zu akzeptieren. Als Quelle taugt Wikipedia nicht, denn die Quellen die angegeben werden sind teilweise alles andere als seriös.

Stell mal eine abwegige These in den Raum, bei der du weißt, dass sie nicht wahr ist und google dir Ergebnisse zusammen, die deine These untermauern (man findet fast jeden Schwachsinn, auch wenn es dann private Seiten von Aluhut-Trägern sind) und schon kannst du diese These in Wikipedia einbauen und andere sollen es dann glauben. Nee du, Wikipedia ist mit Vorsicht zu genießen.

Ein Wikipedia-Beispiel fällt mir gerade wieder ein. Das Gersterbrot. Da steht, dass das Wort Gerster nichts mit der Gerste (Getreidesorte) zu tun hat, aber im Artikel erfährt man dann, dass es sich beim "Gerstern" um das bepinseln mit einem Bund aus Gerstenähren handelt. Also hat der Artikel sich selbst widersprochen und ist für die Tonne. Oft widersprechen auch die verlinkten Artikel dem Hauptartikel, es ist echt ein Trauerspiel wie fehlerhaft die deutsche Wikipedia ist.

Von der inkonsequenten Umsetzung von der Infobox und Auslagerung von Diskographien etc mal ganz zu schweigen. Viele Köche verderben den Brei, da kann man mit 20000 bezahlten Autoren, die sich alle an die Richtlinien halten, bestimmt was besseres auf die Beine stellen.
[re:2] call_me_berti am 02.05. 12:28
+2 -1
@Nicht Du: Tja richtig, die Frage stellt sich bei Artikeln der schon vorhandenen Wikipedia aber ebenfalls. Ohne Wettkampf mit Brockhaus und Co, die leider vor Jahren aus dem Rennen ausgeschieden sind, ist die Qualität vieler Artikel in freien Fall übergegangen. Ständig schrumpfende Anzahl an aktiven Autoren kann unmöglich unter Kontrolle halten, was da im Hintergrund von bezahlten Lobbyisten und Überzeugungstätern reingefeilt oder weggeraspelt wird ... vielleicht frischt neue Konkurrenz die Motivation und Aufmerksamkeit wieder auf! Das wäre das Beste, was Wikipedia passieren kann!
[o2] DON666 am 02.05. 11:54
+5 -
"Die Chinesische Enzyklopädie ist nicht einfach ein Buch, sondern eine Große Mauer der Kultur"

Eine schöne Aussage, die man natürlich durchaus völlig unterschiedlich interpretieren kann... ^^
[re:1] GRADY am 02.05. 12:11
+2 -3
@DON666:
Zu Deutsch: Ihr sagt uns nicht wie die Welt aussieht. Wir zeigen euch wie die KP-Welt aussieht...
[o3] marcol1979 am 02.05. 12:28
"die offizielle chinesische Sicht der Realität widerspiegelt"

Also wenn ich hierzulande das Fernsehen einschalte wird einem auch nur die offizielle politische-Elite Sicht der Realität widergespiegelt. Wo ist da jetzt der Unterschied zu China ?
[re:1] DerTigga am 02.05. 12:37
+3 -1
@marcol1979: www.fielmann.de oder so..Brille kaufen gehen zum genauer hingucken können ;-)
[re:2] Fallen][Angel am 02.05. 12:46
+1 -1
@marcol1979: Wüsste nicht, dass alle öffentlich-rechtlichen und alle privaten Sender genau das gleiche berichten :)
[re:3] iPeople am 02.05. 13:29
+2 -1
@marcol1979: Du hast noch nie auf den öffentlich-rechtlichen Sendern regierungskritische Beiträge gehen, keine Berichte über Dinge, welche die politische Elite in Verlegenheit gebracht haben könnte ? Das ist merkwürdig, du scheinst einen anderen ÖR zu empfangen, als ich.
[re:1] Toerti am 02.05. 14:21
+2 -
@iPeople: Wenn du mal Kennzeichen D, Monitor, Frontal, Presseclub Mitte der 90er mit jetzt vergleichst wird die Regierungsarbeit heute schon mit sehr dicken Samthandschuhen angefasst. Spiegel TV war früher auch deutlich knackiger.
Oder vergleich mal wie über Kohl berichtet wurde und wie gut Mutti bei offensichtlichem Unsinn wegkommt.
[o4] chillah am 02.05. 12:29
+2 -2
Ansich ist das ja ein wirklich begrüßenswertes Projekt.. wäre schön, wenn in unserem Kulturraum ähnliche Anstrengungen unternommen würden. Hoffentlich wirds auch ne englischsprachige Version geben.
[re:1] Gelegenheitssurfer am 02.05. 17:17
+ -
@chillah: Entweder dein Sarkasmus ist unterirdisch oder du hast noch nichts von Wikipedia gehört.
[o5] DerTigga am 02.05. 12:41
+1 -1
Ist sicher praktisch, die Autoren alle unter Vertrag zu haben, also Name und genaue Anschrift zu kennen, somit auch über entlassen oder weiterbeschäftigt werden entscheiden zu können bzw. zwischen Freiheit und Gefängnis / Umerziehungslager - falls sich jemand wagen sollte, die ausländische und nicht die viel wertvollere und viel zutreffenderere innerchinesische Sicht gewisser Dinge nieder zu schreiben *fg
[re:1] chillah am 02.05. 14:29
+ -
@DerTigga: Dass politisch relevante Eintrage eine gewisse Brisanz haben, ist klar. Aber bei der weiten Mehrzahl relevanter Einträge spielt die politische Orientierung gar keine Rolle.
[o6] AlexKeller am 02.05. 15:47
+1 -
Sicher werden politische Themen regierungsfreundlich dargestellt, aber dennoch... vor allem was die chinesische Kultur anbelangt, erhoffe ich mir sehr informative Wiki-Berichte, weil vieles wurde bis heute noch nicht in unserer Wikipedia erfasst, weil die chinesische Kultur-Forschung sich sehr bedeckt verhält.

Beispiel: Die Ausstellung «Qin - Der unsterbliche Kaiser und seine Terrakottakrieger» wurde im Jahre 2013 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Noch niemals zuvor wurden so viele Artefakte ausserhalb Chinas von offizieller Seite aus präsentiert.

Lassen wir den Chinesen die Zeit, welche Sie brauchen. Ich als West'ler würde mal die Füsse still halten.
[o7] Torchwood am 02.05. 16:33
+1 -
Eine eigene Wikipedia wäre doch sicher auch was für Herrn Erdogan. Die Turkipedia. Da steht nur drin, was er für richtig hält.

Nee nee, wenn jetzt schon einzelne Staaten ihre Sicht der Dinge in eine Enzyklopädie fassen, halte ich das schon für recht bedenklich...
[re:1] Gelegenheitssurfer am 02.05. 17:19
+ -
@Torchwood: Warum ist China durch Wikipedia in Bedrängnis geraten? "Hey der hat nen großes Auto, ich brauch jetzt auch eins!" oder wie? Anstatt fröhlich an der normalen Wiki weiter zu schreibseln...
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