Windows 10 auf Qualcomm ARM-CPUs: Erste Notebooks sind schon in Arbeit

Roland Quandt am 15.12.2016 16:36 Uhr
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Nach der auf der CES 2017 Anfang Januar erwarteten Präsentation des Qualcomm Snapdragon 835 wird es wohl nicht all zu lange dauern, bis eine größere Zahl von Geräten mit vollwertigem Desktop-Windows auf Basis des neuen ARM-Chips auf den Markt kommen. Bei den Herstellern läuft die Entwicklung offenbar schon auf Hochtouren.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der Lieferkette berichtet, haben "viele Markenanbieter" bereits begonnen, entsprechende Notebooks und Tablets auf Basis des kürzlich erstmals offiziell angekündigten neuen High-End-Chips von Qualcomm zu entwickeln. Die Verfügbarkeit der fertigen Produkte soll ab der zweiten Jahreshälfte 2017 gegeben sein, heißt es.

Windows 10 PCs mit ARM-Prozessor - Alle Details & Demo-Video
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Microsoft und Qualcomm hatten in dieser Woche angekündigt, dass der kommende Snapdragon 835 in der Lage sein wird, das eigentlich für x86-Plattformen entwickelte Windows 10 in der vollwertigen Desktop-Version auf seinen ARM-Kernen laufen zu lassen. Dazu nutzen die Partner eine hardwarebeschleunigte Emulation, um so letztlich stromsparende, leichte und langlebige mobile Geräte mit ARM-CPU und vollem Windows 10 zu realisieren.

Das Interesse der Hardwarehersteller sei vor allem deshalb groß, weil sie auf eine größere Auswahl an Produkten und Formfaktoren als Umsatztreiber hoffen, um sich im hart umkämpften PC-Markt behaupten zu können. Noch sei es zwar zu früh, um die mögliche Nachfrage tatsächlich abschätzen zu können, doch die Hersteller würden trotzdem schon jetzt in entsprechende Geräte investieren.

Der Vorteil der ARM-Prozessoren besteht vor allem in der geringeren Leistungsaufnahme der Chips in Verbindung mit einer vergleichsweise guten Performance. Weil die Energieeffizienz höher und die Preise im Vergleich zu x86-Chips niedriger sind, stellen die Hersteller schon jetzt Ressourcen für die Entwicklung zur Verfügung, so der Bericht. Die Kunden dürften außerdem auch von der direkten Integration von LTE-Modems in Qualcomms neuem Octacore-Chip profitieren.
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