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Akku-Kartell:
EU verhängt Strafen gegen Sony, Panasonic und Sanyo

Die EU-Kommission hat jetzt Strafen gegen ein Akku-Kartell verhängt, das sich aus einigen japanischen Herstellern und Samsung aus Südkorea zusammensetzte. Letzterer kam in der Sache straffrei davon, weil man die anderen Beteiligten mit verschiedenen Beweisen ans Messer geliefert hatte.
12.12.2016  18:34 Uhr
Wie die Wettbewerbshüter der EU-Kommission mitteilten, hätten die fraglichen Unternehmen unter anderem vorübergehende Preiserhöhungen für Lithium-Ionen-Akkus miteinander abgesprochen. Weiterhin seien firmeninterne Daten wie Prognosen der eigenen Marktforschung und Pläne für Gebote auf Ausschreibungen von Handy-Herstellern untereinander ausgetauscht worden. Allerdings ist die ganze Sache schon einige Zeit her: Es geht um den Zeitraum von 2004 bis 2007 - also noch vor dem großen Boom der Smartphone-Industrie. Nach eingehender Analyse der Vorfälle erhärtete sich das Bild, dass die beteiligten Unternehmen untereinander dafür sorgen wollten, dass es nicht zu einem zu harten Wettbewerb zwischen ihnen kam. Dafür wurde nun Sony zu einer Zahlung von 29,8 Millionen Euro verurteilt. Panasonic muss 38,9 Millionen Euro zahlen. Und Sanyo als Dritter im Bunde wurde mit der höchsten Strafe von 97,1 Millionen Euro belegt.

Schluss mit Akku-Stress: Handy laden im Handumdrehen
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Konzerne geben klein bei

Damit wird das Verfahren nun wohl endgültig beendet sein. Denn alle beteiligten Unternehmen haben im Zuge des Klärungsprozesses ihre Beteiligung an dem Akku-Kartell eingeräumt und sich einverstanden erklärt, die Sache nun damit auf sich beruhen zu lassen.

Die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklärte, dass der Fall auch durchaus als Warnung an andere Unternehmen zu verstehen ist. Die EU-Kommission ging hier immerhin Kartellabsprachen nach, die sowohl seitens der beteiligten Unternehmen als auch der direkten Kunden - also diverser asiatischer Handy-Hersteller - komplett außerhalb der EU abliefen. Trotzdem seien letztlich Verbraucher in Europa betroffen gewesen, da sie entsprechend höhere Preise für ihre Mobiltelefone zu zahlen hatten.
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