Samsung Galaxy Note 7 könnte an Bord von Flugzeugen verboten werden

Witold Pryjda, 07.09.2016 17:26 Uhr 6 Kommentare
Die Reaktion des koreanischen Herstellers auf die Probleme mit dem Akku des Galaxy Note 7 bezeichnen viele Branchenkenner und auch Kunden als vorbildlich. Der Image-Verlust ist aber gewaltig und noch sind nicht einmal alle Folgen absehbar. Denn nun erwägt auch die US-Luftfahrtbehörde einen Bann gegen die Phablets auszusprechen.

Umtausch ab 19. September

Samsung hat vergangene Woche bestätigt, dass es schwerwiegende Probleme beim Galaxy Note 7 gibt und Kunden, die ein Gerät bereits erhalten haben, zurückgeben bzw. umtauschen können. Seit heute gibt es auch ein Datum dazu, nämlich den 19. September, offiziell beginnt das Austauschprogramm an diesem Tag.

Auf einer nun freigeschalteten Seite sind alle Informationen dazu zu erfahren. Samsung schreibt, dass man "eine gründliche Untersuchung durchgeführt und Unstimmigkeiten bei den Akkuzellen entdeckt" habe. Derzeit führe man eine umfassende Analyse mit den Zulieferern durch, um möglicherweise betroffene Batterien, die bereits auf dem Markt sind, zu identifizieren, so der Konzern.

35 Fälle sind von Samsung selbst bestätigt worden, das ist aber eine Mindestzahl, da immer wieder neue Vorfälle auftauchen. Zuletzt berichtete ein Redditor aus Australien, wonach sein Gerät in einem Hotelzimmer "explodiert" sei und einen Schaden in Höhe von 1800 australischen Dollar verursacht habe.

Samsung Galaxy Note 7
Das Galaxy Note 7 von Reddit-Nutzer Crushader

Es ist immer wieder bei solchen Vorfällen nicht ganz klar, ob man von "explodieren" oder eher "in Brand geraten" sprechen kann, klar ist aber dennoch: An Bord eines Flugzeugs will man weder das eine noch das andere erleben. Und damit beschäftigt sich derzeit auch die US-amerikanische Flugbehörde Federal Aviation Administration (FAA). Wie Gizmodo berichtet, untersucht die FAA die Angelegenheit derzeit noch, laut einem Sprecher verweist man aber auch darauf, dass man einen etwaigen Rückruf seitens des Herstellers abwartet oder abwarten muss.

Und das ist möglicherweise auch das Problem: Denn Samsung hat zwar ein Austauschprogramm gestartet, es handelt sich aber um keinen offiziellen Rückruf. Denn letzterer muss auch über offizielle Kanäle durchgeführt werden, in den Staaten ist das die US Consumer Product Safety Commission. Das hat Samsung aber nicht getan, somit sind auch der FAA ein wenig die Hände gebunden.
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