Hack ermöglicht Anniversary Update für alte, nicht unterstützte Lumia

Nadine Juliana Dressler am 14.08.2016 10:50 Uhr
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Eine App soll es einigen normalerweise nicht mehr unterstützten Lumia-Smartphones ermöglichen, das neue Windows 10 Anniversary Update zu installieren. Das nötige Rüstzeug dafür liefert das Dormant Hackers Team (kurz DHT).

Der neue DHT Upgrade Advisor arbeitet dabei mit einem kleinen Trick: Er ändert die Geräteinformation dahingehend ab, dass nach dem Update alle Geräteinformationen so aussehen, als nutze man ein Lumia 950 XL. Somit können laut dem Hacker-Team nahezu alle Nokia- und Microsoft-Smartphones, die unter dem Label Lumia erschienen sind, auf das Redstone-Update gebracht werden (via Winbeta).

Windows 10 Anniversary Update: Spannende Features & wichtige Infos
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Weg von der Threshold-Linie

Einschränkungen gibt es nur bei Geräten, die 512MB RAM Arbeitsspeicher oder weniger besitzen. Nicht unterstützt werden die Lumias der x50er-Serien von Microsoft. Zudem schreiben die Entwickler, es sei derzeit nicht möglich, Windows Phone 8.1 so auf Windows 10 Mobile zu bringen - man arbeitet aber derzeit daran. DHT will aber den WP8-Geräten, die von Microsoft bei Windows Mobile 10 der Threshold-Linie gehalten werden, eine Aktualisierung auf das Anniversary Update ermöglichen.

Gefahrenhinweis

Die App schließt damit eine Lücke, die sicherlich viele Besitzer eines älteren Lumia aufhorchen lässt. Allerdings ist das Prozedere auch nicht ganz ohne.

Mehr dazu: Windows 10 Mobile: 'Laserscharfer' Fokus auf das Anniversary Update

Im Prinzip ist es vergleichbar mit Homebrew oder Jailbreaks, denn die App ändert gerätespezifische Informationen ab, auf die ein Nutzer normalerweise keinen Zugriff hat. Und das aus gutem Grunde. Die Änderungen dieser Einstellungen müssen nicht den gewünschten Erfolg haben. Sie können stattdessen dazu führen, dass man ein Smartphone hat, das sich nicht wieder starten lässt und zu einem "Brick" wird. Ebenso können Daten soweit beschädigt werden, dass sie sich nicht wiederherstellen lassen. Eingriffe oder besser gesagt Manipulationen am Betriebssystem können immer unvorhersehbare Effekte mit sich bringen.

Für Smartphones, die im täglichen Leben eingesetzt und benötigt werden, ist ein solches Prozedere nicht zu empfehlen. Wer allerdings bereits den offiziellen Weg gegangen ist und sich die Insider-Builds aus dem Release Preview-Ring auf ein normalerweise nicht mehr unterstützen Gerät geholt hatte, kann mit der DHT-App vielleicht auch weiterhin ohne Probleme neue Redstone-Updates erhalten.

Windows 10 Mobile: Microsoft sperrt nicht unterstützte Geräte aus
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