LG integriert einen Fingerabdruck-Sensor in das Smartphone-Display

Witold Pryjda am 02.05.2016 12:03 Uhr
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Fingerabdruck-Authentifizierung wird immer mehr zum Standard, der dazugehörige Sensor sitzt zumeist im Home-Button oder wird auf der Rückseite verbaut. Die Forschungssparte des koreanischen Herstellers LG hat nun aber einen Weg gefunden, wie man diesen Sensor "in" das Display integrieren kann.

LG Innotek hat per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass man es geschafft hat, eine neue Art von Fingerabdruck-Sensor zu bauen. Dieser ist nicht unter dem Bildschirm oder auf der Geräterückseite platziert, sondern "unsichtbar" unter dem Displayglas. Als Vorteile dieser Lösung gibt der Hersteller an, dass das neue Möglichkeiten beim Design von Smartphones ermöglicht und auch die Funktionalität verbessert, da man dadurch Schutz vor Wasser oder Kratzern erreichen kann.

Laut LG Innotek hat man dabei eine flache "Rille" (0,03 Millimeter) in die Unterseite des Display-Glases gefräst, dadurch konnte man den Sensor quasi in das Panel integrieren. Die Lösung erfordert allerdings die Einblendung des Bereichs für den Finger auf dem Bildschirm, da die Auflagefläche von außen nicht erkennbar ist.

LG Innotek: Neuartiger Fingerprint-Sensor
Wann es erste Smartphones mit dem neuen Sensor geben wird, ist nicht bekannt

Kein Nachteil gegenüber Button

Der Hersteller schreibt außerdem, dass das neue Modul eine hohe Erkennungsquote hat, im Vergleich zu einem Button-basierten Sensor müsse man keine Einschränkungen hinnehmen. Das liegt auch daran, dass man für diesen Sensor auch einen proprietären Klebstoff entwickelt hat, durch den es zwischen Sensor und Glas zu keiner ungünstigen Brechung kommt.

LG erhofft sich von dieser neuen Lösung zahlreiche Kunden, man verweist auf die steigende Nachfrage hinsichtlich des mobilen Bezahlens. Laut Marktforschung wurden im Vorjahr knapp 500 Millionen Fingerabdruck-Sensoren verkauft, bis 2020 soll dieser Wert auf 1,6 Milliarden Einheiten steigen. Ob und wann LG selbst diese Technologie einsetzen wird, ist aber bisher nicht bekannt.
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