Cyanogens neuartige "MOD"-Plattform: Microsoft ist erster Partner

Witold Pryjda, 22.02.2016 12:16 Uhr 38 Kommentare
Auf dem Mobile World Congress (MWC) wird nicht nur viel Hardware gezeigt, auch die Software-Anbieter stellen Neues in Barcelona vor. So wie Cyanogen Inc.: Der kommerzielle Ableger der After-Market-Firmware CyanogenMod hat auf dem WMC ein neuartiges App-Konzept namens MOD vorgestellt, damit will man Entwicklern Apps anbieten, die sich tief ins Betriebssystem integrieren lassen. Die neue von Cyanogen Inc. vorgestellte Entwickler-Plattform will Apps auf eine Art neue Stufe heben. Denn mobile Anwendungen, wie wir sie heute kennen, arbeiten zwar mit dem Betriebssystem zusammen, sind aber nicht vollständig integriert. Die Idee dahinter ist, dass Cyanogen den Entwicklern den gleichen Zugang zum Betriebssystem und dessen APIs geben will wie ihn OS-Devs selbst haben.

Sicherheit

Die erste Frage, die sich einem hier stellt, ist natürlich jene der Sicherheit. Denn ein so tiefer Zugang zum OS kann gefährlich sein. Das ist auch der Grund, warum Cyanogen zunächst nur mit einem stark begrenzten Kreis an Entwicklern zusammenarbeiten will.

Ein gutes Beispiel für die "tiefe" App-Integration sind Voice-over-IP-Anwendungen. Die können nämlich bei Zugriff auf das Betriebssystem etwa in den Dialer selbst eingebaut werden. Einer der ersten Partner dafür ist Skype, die Microsoft-App wird eine der ersten sein, die ein solches Update erhält. So wird man künftig direkt in der Telefon-App wählen können, wie man den Anruf durchführen will, also per Telefonnetz oder Voice-over-IP.

Die enge Beziehung zu Microsoft hat auch zur Folge, dass auch Cortana diese "Mod-Behandlung" zuteilwird. Als Beispiel nennt Cyanogen hier das Auslösen eines Selfies per Sprachbefehl. Schließlich wird oder wurde auch Hyperlapse von Microsoft in die Cyanogen-Kamera integriert. Die "MOD"-Plattform bzw. die dazugehörigen Anwendungsgebiete sollen schon demnächst debütieren, sie sollen mit Cyanogen OS 13.0 (Marshmallow) eingeführt werden.
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