Neuer Britecell Kamerasensor erlaubt schlankeres Samsung Galaxy S7

Nadine Dressler, 19.11.2015 14:22 Uhr 10 Kommentare
Samsung hat die ersten Details für die kommende Galaxy S7-Serie durchsickern lassen, wenn auch nur indirekt. Denn während eines Investor-Meetings stellten die Koreaner einen neuen Kamerasensor namens Britecell vor, der mit großer Wahrscheinlichkeit in der S7-Serie zum Einsatz kommen wird. Entsprechende Gerüchte zu der Britecell-Technolgie waren schon vor wenigen Tagen aufgekommen, nach dem ein Patent den Namen der neuen Technik verraten hatte. Wirklich schlüssige Informationen gab es dazu bislang aber nicht, es stand nur der neue Name im Raum. Das ändert sich nun Dank des jährlichen Investoren Forums. Details zu dem neuen Kamerasensor konnte nun die Newsseite Sammobile von dem Investoren-Treffen zusammentragen.

Britecell
Bessere Lichtausnutzung...


Britecell
...und kleine Pixel.

Bessere Restlichtausnutzung

Samsung LSI-Marketing-Manager Kyushik Hong hatte einige Spezifikationen von Britecell vorgeführt. Britecell verspricht, wie der Name schon erwarten lässt, eine bessere (Rest-) Lichtausnutzung. Britecell ist ein 16-Megapixel-Kamerasensor mit einem neuartigen Aufbau. 16 Megapixel biete auch die aktuelle Kameratechnik im Galaxy S6. Dafür hat der neue Sensor eine Pixelgröße von nur noch 1,0 Mikrometer. Durch Optimierung konnte Samsung dem Chip aber eine Lichtempfindlichkeit abringen, die genauso hoch ist wie bei den 1,12 Mikrometer der aktuellen Baureihe.

Britecell soll dabei aber weniger Farbartefakte und eine bessere Ausnutzung bei Low Light bieten als die aktuelle Technik. Samsungs Smart WDR-Technologie bietet zudem detaillierte Bildinformationen durch die Ausnutzung von Mehrfachbelichtungen für bessere räumliche Auflösung. Im Prinzip werden dafür mehrere Bilder genutzt.

Britecell
Übersicht zur Dicke der Smartphone-Generationen, Einsparung durch Optimierung.

Kleine Bauart möglich

Ein positiver Nebeneffekt des neuen Sensors: Er wird eine deutlich schlankere Bauweise ermöglichen. Für die S7-Serie heißt das ganz konkret, dass man sich von einem hervorstehenden Kameramodul für die Hauptkamera verabschieden kann. Der neue Sensor soll eine Einsparung in der Größe von rund 17 Prozent haben, was schon ein deutlicher Unterschied zum aktuellen Modell im Galaxy S6 darstellt.

Die Details vom Investoren-Meeting widersprechen ersten Gerüchten über eine 20 Megapixel-Kamera. Wie es aussieht, setzt Samsung die Schrauben für eine Verbesserung der Kamera erst einmal an einer anderen Stelle an.

Mehr dazu: Samsungs Galaxy S7: Details zum starken Innenleben sickern durch
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