Die Smartwatch-Branche nimmt immer mehr Fahrt auf. Jüngstes Beispiel ist die Übernahme des mit seinem Fitnesstracker bekannt gewordenen Startups Misfit durch das Mode-Unternehmen Fossil. Die Fossil Gruppe zahlt 260 Millionen US-Dollar für den Kauf von Misfit und wird so die neugegründete Abteilung für Connected Devices verstärken.
Fossil gehört zu den globalen Konzernen, die nicht nur mit einem Uhrenhersteller den Markt der Smartwatches erobern wollen. Fossil stellt unter anderem Uhren für die bekannten Marken Adidas, Emporio Armani, DKNY und Diesel her. Sie alle könnten durch die Übernahme von Misfit profitieren. Was die Fossil Gruppe schließlich mit dem Unternehmen genau vorhat, ist noch unklar. Aktuell lesen sich die Berichte zur Übernahme so, dass man davon ausgehen muss, dass Misfit in Zukunft aufgelöst wird und vollständig in Fossil aufgeht.
Misfit-Co-Founder Vu geht zu Fossil
Auch Misfit selbst berichtet ähnlich über den Aufkauf. Sonny Vu, CEO und Mitgründer von Misfit, wird in den Vorstand der Fossil Gruppe berufen. Zudem wird Wu in Zukunft als CTO für Connected Devices einer neu gegründeten Firmendivision vorstehen.
Was aus dem ehemaligen Apple CEO John Sculley wird, wurde bisher nicht bekannt. Sculley gehört mit Vu und Sridhar Iyengar zum Gründerteam von Misfit. Er gilt als schillernder Manager und trug mit seiner häufig kompromisslosen Art zum schnellen Erfolg des 2011 gegründeten Fitness-Startups bei. Zuletzt hatte er eine Kooperation mit dem chinesischen Smartphone-Riesen Xiaomi eingefädelt.
Fitness und Heim-Automatisierung
Misfit hat mit dem Shine und dem Flash zwei in der Form einer klassischen Armbanduhr nachempfundenen Aktivitätstracker im Programm. Dabei setzt Misfit auf ein sehr schlichtes Design und eine einfache Anwendung. Seit diesem Jahr wurde zudem verstärkt an Heim-Automatisierung gearbeitet.
Fossil hatte erst vor kurzem eine neue Linie mit Smartwatches und Fitnesstrackern vorgestellt. Nun darf man mit Spannung auf weitere Neuerungen schauen.