47 GB: Snowdens Twitter-Debüt löst Benachrichtigungslawine aus

Witold Pryjda, 02.10.2015 16:48 Uhr 20 Kommentare
Whistleblower Edward Snowden ist vor kurzem unter großer medialer Beachtung dem Kurznachrichtendienst Twitter beigetreten. Der NSA-Aufdecker konnte innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Million Follower gewinnen, viele begrüßten ihn, auch so mancher Prominente richtete Snowden auf diese Weise alles Gute aus. Doch das hatte Folgen. Snowden, der auf Twitter auf mittlerweile 1,25 Millionen Follower kommt (er selbst folgt einzig und alleine der NSA), hat enorme Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Kein Wunder: Der nach wie vor in Russland sitzende ehemalige NSA-Insider hat nun aber zugegeben, dass auch einem Hacker oder IT-Spezialisten ganz profane Fehler auf sozialen Netzwerken unterlaufen können - im Fall von Snowden hatten diese aber eine völlig andere Dimension.

Denn Snowden hat vergessen, die E-Mail-Benachrichtigen zu deaktivieren. Diese sind auf sozialen Netzwerken zumeist von Haus aus aktiviert, so auch bei Twitter. Dementsprechend hat Snowden für jeden einzelnen Follower, Retweet, jede Favoriten-Angabe sowie Direktnachricht eine Notification per Mail bekommen.

47 Gigabyte

Und Snowden hat alleine bei seinem ersten Tweet "Can you hear me now?" knapp 120.000 Retweets und fast ebenso viele "Favoriten"-Sterne (beinahe 115.000) erhalten, dazu kommen die bereits erwähnten 1,25 Millionen Follower. Das hat Snowdens Angaben nach in Summe 47 Gigabyte an Benachrichtigungen ausgemacht. Dazu meinte er nur trocken per Hashtag: #lessonlearned, also "Lektion gelernt."

Bisher hat Snowden 14 Tweets angegeben, viel Weltbewegendes gab es bisher noch nicht zu lesen. Dass Snowden lediglich der NSA folgt, ist nicht der einzige Seitenhieb in Richtung National Security Agency: Kurz nach seinem ersten Tweet meinte er, dass "tausende Leute in Fort Meade gerade Twitter geöffnet haben", dort befindet sich das NSA-Hauptquartier.

Siehe auch: Edward Snowden Superstar: Furioses wie kurioses Twitter-Debüt
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