Sicherheitslösungen für Wearables: Blackberry kauft Good Technology

Nadine Juliana Dressler am 06.09.2015 14:40 Uhr
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Der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry wird das US-Unternehmen Good Technology übernehmen. Das teilten beide Firmen in der zurückliegenden Woche mit. Zuvor hatten sich die Konzerne immer wieder vor Gericht getroffen - es ging um Patentklagen in Millionenhöhe.

Die Übernahme soll, entsprechende behördliche Genehmigungen vorausgesetzt, bis November abgeschlossen werden. Da beide Unternehmen im Bereich des Enterprise Mobility Managements (kurz EMM) tätig sind, ergibt sich durch den Zusammenschluss eine neue Marktmacht. Die Sicherheitslösungen der bisherigen Konkurrenten für den Einsatz von mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets ergänzen sich laut Blackberry COO Marty Beard perfekt. In der Bekanntgabe der Übernahmepläne schrieb Beard dazu:

"Einige Leute wissen vielleicht nicht, dass Blackberry und Good seit über einem Jahrzehnt Lösungen für sichere Mobilität liefern. Unsere Branche ist sehr umkämpft und entwickelt sich ständig weiter, weshalb es nicht erstaunlich ist, dass wir bisweilen aggressive Positionen einnehmen. Sieht man aber genauer hin, haben wir eine gemeinsame Heimat im Sicherheitsbereich, und unsere Stärken ergänzen sich unglaublich gut."

Sicherheitslösungen für Smartwatches

Für Blackberry ist es eine Stärkung im Bereich der mobilen Sicherheitslösungen, die sie auf Softwarebasis abseits von den Hardware-Produkten anbieten.

Der Zukauf von Good wird dabei ein weiteres immer wichtiger werdendes Geschäftsfeld mit einschließen: Die Absicherung von Wearables. Good hat Lösungen für Smartphones und Tablets die iOS, Android, Windows Phone, BlackBerry 10 und BlackBerry OS umfassen. Dazu gibt es Support für die Apple Watch und für Android Wear, wie Good-Chefin Christy Wyatt in einem Interview für Inside Blackberry, dem auseigenen Blackberry-Blog, erklärte. Dieser Bereich werde in Zukunft für Firmen immer wichtiger werden, da sich Smartwatches mit Smartphones verbinden und auch ihren Platz im Businessbereich finden werden.

Blackberry zahlt laut eigenen Angaben 425 Millionen US-Dollar in bar für den Konkurrenten. Die Übernahme muss noch genehmigt werden.

Siehe auch: Neue Fotos und erste Details zum Android-Blackberry Venice
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