World of Warcraft: Blizzard senst sich durch die Reihen der Cheater

Christian Kahle, 18.05.2015 10:47 Uhr 15 Kommentare
Die seit vielen Jahren bestehenden Spielwelten der World of Warcraft wird in der kommenden Zeit noch etwas dünner besiedelt sein. Das liegt diesmal aber nicht allein am Nutzerschwund, sondern auch daran, dass der Betreiber Blizzard eine große Zahl von Cheatern aus dem Spiel geworfen hat.

Blizzard kickt über 100.000 WoW-Cheater
Chat-Info zum Massen-Bann

In einer offiziellen Mitteilung an die Community sprechen Vertreter des Spieleunternehmens lediglich davon, dass eine "große Zahl von World of Warcraft-Accounts" betroffen ist. Diese hätten Bots eingesetzt, um ihre Charaktere außerhalb ihrer Spielzeit Standard-Aufgaben durchführen zu lassen, mit denen beispielsweise der Gold-Vorrat durch Fleiß aufgestockt werden kann.

Im direkten Kontakt wurde man dann schon konkreter. Dem US-Magazin HotHardware liegt der Screenshot eines Nutzers vor, der mit einem Blizzard-Mitarbeiter im Chat über das Thema gesprochen hat. Dieser spricht davon, dass mehr als hunderttausend Nutzerkonten identifiziert werden konnten, hinter denen zumindest teilweise Bots die Steuerung übernahmen. Diese wurden jetzt für einen Zeitraum von sechs Monaten gesperrt.

Man wolle in World of Warcraft ein gleichwertiges und faires Spielfeld für alle Nutzer bieten und gehe daher gegen jeden vor, der bei Verstößen gegen die Nutzungsbestimmungen ertappt wird. "Cheating wird in keiner Weise toleriert", erklärte das Unternehmen. Wer sich zu Unrecht gesperrt fühlt, kann sich allerdings an die Service-Mitarbeiter wenden und versuchen, zu einer Klärung zu kommen.

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Sperrungen von Accounts, die beim Schummeln erwischt werden, ist in den zahlreichen Online-Games nichts ungewöhnliches. Dass nun allerdings gleich ein so großer Batzen an Accounts gesperrt wird, ist nicht alltäglich. Dies dürfte Teil von Bemühungen sein, die Attraktivität von World of Warcraft noch möglichst lange hochzuhalten. Denn nach über zehn Jahren Betrieb ist das Spiel aus Sicht vieler Nutzer dann doch etwas in die Tage gekommen und sie wenden sich zunehmend von dem Game ab.
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