Samsung steckt über 17 Mrd. Euro in Display- & Halbleitertechnik

Roland Quandt, 01.08.2014 12:17 Uhr 7 Kommentare
Der koreanische Elektronikgigant Samsung will auch im neuen Geschäftsjahr sein riesiges Investitionsprogramm fortsetzen, vor allem um sich nach den jüngsten Schwierigkeiten im Smartphone-Geschäft für die Zukunft neue Vorteile zu verschaffen. Insgesamt sollen mehr als umgerechnet 17,2 Milliarden Euro investiert werden. Während eines Konferenzgesprächs mit Investoren und Analysten anlässlich der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen ließ ein Samsung-Mitarbeiter nach Angaben von Business Korea verlauten, dass man wie im Jahr 2013 ganze 24 Billlionen koreanische Won in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien stecken will. Umgerechnet entspricht dies 17,2 Milliarden Euro.

Von der riesigen Investitionssumme sollen ganze 10,4 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Halbleitertechnologien fließen. Das Geld soll vor allem für die Produktion von V-NAND Speicherchips verwendet werden. Außerdem will man die Gelder für die Weiterentwicklung der Fertigungstechnologien für Prozessoren mit nur 14 Nanometern Strukturbreite nutzen, so dass im kommenden Jahr die ersten im 14-Nanometer-Maßstab gefertigten Samsung Exynos SoCs auf den Markt kommen sollen - die dann unter anderem im Nachfolger des Samsung Galaxy S5 Verwendung finden dürften.

Generell nimmt man vor allem deshalb den Halbleitermarkt ins Visier, weil die Verkaufszahlen im zweiten Quartal im zweistelligen Prozentbereich stiegen und weiteres Wachstum erwartet wird. Samsung will deshalb eine Strategie umsetzen, die seine Verkäufe in diesem Segment erheblich steigern soll.

Weitere 3,6 Milliarden Euro will Samsung nach eigenen Angaben in die Entwicklung und Fertigung von Displays investieren, wobei man sich auf einen Ausbau und die Weiterentwicklung des aktuellen Sortiments von OLED-Displays konzentriert. Flexible Displays und die günstigere Fertigung durch höhere Produktionsmargen dürften dabei im Mittelpunkt stehen.
7 Kommentare lesen & antworten
Folge WinFuture auf Google News
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2023 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies