Samsung bekommt viel Gegenwind am Einsteigermarkt zu spüren

Witold Pryjda, 31.07.2014 09:33 Uhr 15 Kommentare
Der koreanische Smartphone-Marktführer Samsung hat wie erwartet bzw. vorangekündigt zuletzt ein schwaches zweites Quartal 2014 gehabt. Der Betriebsgewinn des Unternehmens fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 25 Prozent, ein Grund ist die zunehmende Konkurrenz im Markt für Einsteigergeräte.

Ende einer Erfolgssträhne

Samsung Electronics hat das schlechteste Quartal seit rund drei Jahren bekannt geben müssen: Wie man in den Ergebnissen für das zweite Quartal schreibt (via Wall Street Journal), betrug der Nettogewinn 6,25 Billionen koreanischer Won, das sind umgerechnet 4,6 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal des Jahres 2013 waren es noch rund 7,8 Billionen Won (5,7 Milliarden Euro; minus 19,6%).

Beim Umsatz wurden 52,35 Billionen Won (38,1 Milliarden Euro) genannt, im zweiten Quartal des Vorjahres waren es noch 57,46 Billionen Won, das Minus betrug also knapp neun Prozent. Der Betriebsgewinn betrug zuletzt 7,19 Billionen Won (5,2 Milliarden Euro), vor einem Jahr notierte man unter dem Strich 9,53 Billionen Won.

Die wichtigste Sparte ist und bleibt das Mobilgeschäft: Smartphones, Phablets und Tablets steuerten 28,45 Billionen Won zum Umsatz und 4,42 Billionen Won zum Betriebsgewinn bei (2Q13: 34,54 Billionen bzw. 6,28 Billionen Won).

Gegenwind am Einsteigermarkt

Grund für die schwache Performance ist laut Samsung der Umstand, dass die Nachfrage nach Smartphones zwar konstant sei, man aber dennoch weniger Smartphones und Tablets verkaufen konnte. Das liegt aber nicht am aktuellen Flaggschiff Galaxy S5, da sich dieses (laut Samsung-Angaben von Mai) um etwa zehn Prozent besser verkaufe als der Vorgänger.

Die Koreaner bekommen aber vor allem am Einsteigermarkt rauen Gegenwind zu spüren, da man insbesondere in den so genannten "aufstrebenden" Märkten wie China mit der Billig- bis Mittelklasse-Konkurrenz nicht mithalten kann.

Siehe auch: Smartphones - Samsung & Apple verlieren Marktanteile, China kommt
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