Kim Dotcom will in Neuseelands Politik einsteigen

Witold Pryjda, 02.09.2013 13:21 Uhr 32 Kommentare
Kim Schmitz alias Kim Dotcom will in die Politik. Der gebürtige Deutsche hat angekündigt, in seiner Wahlheimat Neuseeland eine neue Partei gründen zu wollen. Dass er selbst kein Staatsbürger des Inselstaates ist, hindert ihn nicht daran. Am Wochenende hat Kim Dotcom in einem Tweet bestätigt, dass er politische Pläne verfolgt. Eine Zeitung hatte zuvor eine Story über den Megaupload-Gründer und Mega-Betreiber veröffentlicht und "Dotcom for PM", also "Dotcom zum Premierminister", getitelt. Der Angesprochene bestätigte das, bezeichnete diese Pläne aber noch als "embryonal". Das Vorhaben stehe noch am Anfang, laut Dotcom suche er noch Partner dafür.

Das bekannte Filesharing-Blog TorrentFreak hat bei Kim Dotcom nachgefragt und die Pläne etwas konkretisiert. Oder auch dementiert: Denn der gebürtige Deutsche ist kein neuseeländischer Staatsbürger und kann deshalb auch nicht ins Parlament des Landes gewählt werden, damit ist auch der Posten als Premierminister vom Tisch.

Allerdings betont Dotcom, dass er sehr wohl eine eigene politische Partei gründen und den Vorsitz dort übernehmen könne. Ein wenig Zeit dafür hat er jedenfalls noch, Neuseeland wählt im November 2014 ein neues Parlament. Laut Dotcom habe er aber sogar bereits den ersten Entwurf eines Parteiprogramms geschrieben und auch schon "erste potenzielle Kandidaten", die bei seiner neuen politischen Kraft mitmachen wollen, getroffen.

Im Mittelpunkt seiner politischen Arbeit soll vor allem das Internet stehen: Mit Hilfe seiner noch namenlosen Partei ("Mega Party" vielleicht?) will er Neuseelands Internet-Wirtschaft ankurbeln, da die aktuelle Regierung davon keine Ahnung habe, so Dotcom.

Als erste Ziele nannte der 39-Jährige (via The Telegraph) "faire Internet-Preise und ein Ende von Drosselung". Weitere Details sowie eine Partei-Website will er am zweiten Jahrestag der Polizeiaktion gegen Megaupload, also am 20. Januar 2014, bekannt geben. Von John Key, dem aktuellen Premier des Landes, gab es dazu nur Spott: Key meinte, dass Dotcom "gute PR-Berater" habe und schlug als Parteinamen "No-Hope Party" vor, also "Partei ohne Hoffnung", vor.
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