Microsoft-Gründer Gates setzt sich für Atomkraft ein

Roland Quandt, 06.05.2011 18:31 Uhr 186 Kommentare
Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich dafür ausgesprochen, Nukleartechnologie trotz der atomaren Unfälle in Folge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan zur Überwindung der globalen Energiekrise zu nutzen.

Anlässlich einer Konferenz in New York erklärte Gates laut 'Wired', dass "niedliche" Alternativen wie die Installation von Solaranlagen auf Dächern oder die Errichtung von Windrädern in Vorgärten zwar interessant seien, aber nicht die Energieprobleme der Welt lösen könnten.

Um auch in Entwicklungsländern ausreichend Energie verfügbar zu machen, müssten stattdessen großangelegte Lösungen gesucht werden, wie etwa riesige Solaranlagen in Wüsten oder eben neuartige Wege zur Nutzung der Atomkraft. Er verwies auf Technologien, bei denen verbrauchte Uranbrennstäbe weiter verwendet werden und angeblich nur ein Tausendstel der Abfälle entstehen wie bei heute typischen Reaktoren.

So hätten die jüngsten Katastrophen wie in Japan das Vertrauen in die Atomkraft grundlegend erschüttert, doch es seien vor allem die Sicherheit der verwendeten Materialien und die hohen Kosten, die das eigentliche Problem darstellen. Es gebe aber eben noch sehr viel Potenzial für Verbesserungen, weil sich die aktuell verwendeten Technologien über Jahrzehnte kaum weiterentwickelt hätten, so Gates.
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