Nach Wikileaks-Rauswurf: DoS-Angriff auf PayPal

Christian Kahle, 06.12.2010 16:22 Uhr 135 Kommentare
Offenbar greifen nun auch Sympathisanten der Whistleblower-Plattform Wikileaks zu härteren Mitteln. Der Payment-Dienst PayPal wurde gestern Opfer eines DoS-Angriffes.

Dieser hatte Ende letzter Woche das Wikileaks-Spendenkonto gekündigt. Auf zahlreichen Kanälen haben Nutzer in den letzten Tagen bereits Stimmung gegen das US-Unternehmen gemacht. Viele kündigten an, dem Dienst ihrerseits den Rücken zu kehren und riefen zum Boykott der Plattform auf. Gestern ging nun das offizielle Firmenblog offline.

Eine massive DoS-Attacke sorgte dafür, dass die Seite über Stunden nicht mehr erreichbar war. Das Unternehmen stellte daraufhin kurzfristig auf eine statische Seite um, die lediglich eine Stellungnahme zur Kündigung von Wikileaks enthielt, berichtete der Security-Dienstleister Panda.

Inzwischen ist die Seite wieder erreichbar. Nach Angaben der Sicherheits-Experten bei Panda summierte sich die Ausfallzeit letztlich auf 8 Stunden und 15 Minuten.

Über Twitter bekannte sich ein Nutzer namens "AnonyWatcher" zu dem Angriff. "TANGO DOWN -- thepaypalblog.com -- Blog of Paypal, company that has restricted Wikileaks' access to funding. #Paypal #Wikileaks #WL #DDoS", hieß es da.

Dabei bezog er sich direkt auf einen anderen DoS-Angriff, mit dem vor einer Woche Wikileaks lahm gelegt wurde. Auch der in diesem Fall tätige Angreifer "th3j35t3r" (The Jester) hatte seine Attacke mit der Bemerkung "Tango Down" betitelt.
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