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Kunden wenden sich von Tesla ab, weil Elon Musks Verhalten sie abstößt

Elon Musk polarisiert: Das ist alles andere als ein Geheimnis und man kann das auch nahezu täglich auf Twitter bzw. X sehen. Doch auch wenn sich der Tesla-Chef in dieser Rolle offenbar mehr als wohlfühlt - seine Unternehmen profitieren nicht davon, ganz im Gegenteil.
02.04.2024  11:19 Uhr

Elon Musk, Posterboy der neuen Rechten

Bei Tesla gibt es schon seit längerem viele Anleger, die mit der Führung und dem Verhalten von Elon Musk unzufrieden sind. Denn beim 52-Jährigen vermischen sich private Interessen immer mehr mit dem Wirtschaftlichen und seine politische Einstellung wird auch immer extremer, man kann teilweise sogar schon von extremistisch sprechen. Bisher hatte das keine Konsequenzen, denn Musk hat Tesla, SpaceX und Co. besonders fest im Griff. Kritik ist nicht erwünscht und wird auch nicht geduldet, Musks zahlreiche Online-Speichellecker sorgen auch dafür, dass dieser auch nicht ansatzweise Grund sieht, sein Verhalten zu hinterfragen.

Doch nun gibt es ein weiteres Zeichen, dass er seinen Firmen mit seinem rechten politischen Aktivismus keinen Gefallen macht. Denn laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Caliber schrumpft die Zahl der potenziellen Tesla-Käufer und das wird vor allem Musk selbst zugeschrieben.

Tesla verliert Kundenvertrauen
Immer weniger US-Kunden vertrauen Tesla und wollen ein Auto des Herstellers kaufen

Denn der Anteil der US-amerikanischen Autokäufer, die einen Tesla in Betracht ziehen, sank nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters im Februar dieses Jahres auf einen neuen Tiefstwert von 31 Prozent. Das ist weniger als die Hälfte des Wertes von November 2021, damals begann Caliber dieses Kundeninteresse zu erfassen und kam beim Elektroautobauer auf einen Wert von 70 Prozent.

Für ein wirklich aussagekräftiges Urteil sind die Daten zwar nicht lang genug erfasst worden, bei Caliber ist man sich aber sicher, dass die polarisierende Persönlichkeit Musks einer der wichtigsten Faktoren für diesen Rückgang des Kundenvertrauens ist: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass Musk selbst zum Niedergang des Rufs beiträgt", so Caliber-CEO Shahar Silbershatz. Er begründete das auch mit dem Umstand, dass sein Unternehmen herausgefunden hat, dass 83 Prozent der US-Amerikaner Musk mit Tesla in Verbindung bringen.

Mit dieser Meinung ist Silbershatz nicht alleine, denn auch andere Experten sehen Musks Aktivitäten in die Politik kritisch: "Es ist schon schwer genug, Verkäufe zu generieren, ohne sich in die Politik einzumischen", sagte Marketingprofessor Tim Calkins gegenüber der Nachrichtenagentur. Freilich sind Musks rechte Vorstöße nicht der einzige Grund für Tesla-Turbulenzen, denn auch wirtschaftliche Ängste, der Mangel an erschwinglichen neuen Modellen und die wachsende Billigkonkurrenz spielen entscheidende Rollen.

Zusammenfassung
  • Elon Musk polarisiert und das wirkt sich negativ aus
  • Anleger sind mit Musks Führung und Verhalten unzufrieden
  • Private und wirtschaftliche Interessen Musks vermischen sich
  • Rechter politischer Aktivismus Musks schadet Firmenimage
  • Potenzielle Tesla-Käufer in den USA sinken auf 31 Prozent
  • Caliber sieht Musk als Ursache für Rückgang des Kundenvertrauens
  • Experten kritisieren Musks politische Einmischung für Verkaufsrückgang
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