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Insolvenz: Gigasets Smart-Home-Geräte werden zu Elektroschrott

Obwohl die Rettung durch den asiatischen VTech-Konzern kurz bevor­steht, bleiben die Smart-Home-Produkte des insolventen Elektronik­herstellers Gigaset auf der Strecke. Das Unternehmen verkündet das Ende der Sparte und die Einstellung sämtlicher Dienste.
Gigaset
26.03.2024  12:20 Uhr

Keine Zukunft für die Smart-Home-Sparte

Bekannt für seine DECT-Festnetztelefone, Android-Smartphones und Smart-Home-Produkte "Made in Germany", kündigte Gigaset bereits im September 2023 eine drohende Zahlungsunfähigkeit an und durchläuft seither ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Seit Januar ist Rettung in Sicht: das Hongkonger Unternehmen VTech soll den angeschlagenen Hersteller aufkaufen. Wie Gigaset jetzt ankündigt, ist es gelungen "eine Käuferin für Teile des Geschäftsbetriebes zu finden", die den Bereich der Telekommunikationsprodukte im Zuge eines Asset Deals übernehmen soll. Das Geschäft mit Gigasets Smart-Home/Care-Sparte allerdings ist nicht Teil der Vereinbarung. Entsprechend wird mit nahezu sorfortiger Wirkung die Reißleine gezogen.


"Die Cloud-Dienste der Smart Home/Care Produkte müssen daher zum 29. März 2024 eingestellt werden. Eine Aufrechterhaltung ist insolvenzrechtlich nicht möglich. Dadurch werden die Apps für die Smart Home/Care Produkte und die vernetzten Sensoren und Geräte nicht mehr nutzbar sein. Sollten Sie Kamera Service Pakete gebucht haben, enden diese ebenfalls spätestens zum 29. März 2024", kündigen die Verantwortlichen an.

Somit werden die Smart-Home-Produkte von Gigaset zu Elektroschrott. Eine Rücksendung der Geräte ist nicht möglich. Sollten Kunden aufgrund der Einstellung der Produktsparte Ansprüche gegenüber Gigaset entstehen, werden diese als Insolvenzforderungen verbucht, die beim gerichtlich bestellten Sachwalter angemeldet werden können.

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Zusammenfassung
  • VTech-Konzern steht kurz vor Rettung von Gigaset
  • Smart-Home-Sparte von Gigaset wird eingestellt
  • Gigaset seit September 2023 in Insolvenzverfahren
  • Telekommunikationsbereich von Gigaset wird übernommen
  • Smart-Home-Cloud-Dienste enden am 29. März 2024
  • Apps und vernetzte Geräte von Gigaset bald nutzlos
  • Kunden können Insolvenzforderungen beim Sachwalter anmelden
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