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Google Pixel Watch 2 im Test: Eine erfreulich konsequente Verbesserung

Die erste Smartwatch von Google war ein solides, aber alles andere als perfektes Debüt. Mit dem Nachfolger will man es natürlich besser machen und auf den ersten Blick hat sich nicht viel getan. Unter der Haube dafür umso mehr und das ist auch eine gute Entscheidung.
Google
09.02.2024  09:55 Uhr

Ein ungleiches Zwillingspaar: Pixel Watch 1 und 2

Hält man die Pixel Watch 2 zum ersten Mal in der Hand bzw. hat sie am Handgelenk, dann muss man schon sehr genau hinsehen, ob man nicht doch zufällig das erste Modell erhalten hat. Denn auf den ersten Blick hat sich praktisch nichts getan, die zweite Google-Smartwatch sieht nahezu exakt so aus wie die erste. In Details kann man dann doch den einen oder anderen Unterschied erkennen, etwa an der seitlichen Gehäusefarbe sowie an der Unterseite und deren neuen bzw. erweiterten Sensoren. Das kann und muss man zwar auch kritisch sehen, denn diese Art der Bauform ist weiterhin anfällig für Stöße und auch Kratzer. Wer auf seine Smartwatch achtgibt und sie sorgfältig behandelt, der bekommt aber eine Uhr, die mit ihrem gewölbten Glas sehr schick aussieht. Wer aus Erfahrung weiß, dass er oder sie ständig an Kanten und anderen festen Gegenstände hängenbleibt, der sollte sich einen Kauf gut überlegen.

Google Pixel Watch 2
Man muss schon wissen, welche Uhr die erste und die zweite Pixel-Watch ist (Spoiler: rechts ist die Watch 2)

Wir wollen uns aber nicht zu lange beim Äußeren aufhalten, denn bei der Google Pixel Watch 2 dreht sich alles um das Innenleben. Und hier wurde tatsächlich fast jeder Aspekt verbessert. Die wichtigste gleich zu Beginn: beide zentralen Aspekte der Stromversorgung. Die im Alltag am meisten spürbare Verbesserung betrifft nämlich die Akkulaufzeit, dazu kommt auch noch ein deutlich schnelleres Aufladen.

Gut Ding will Weile haben

Dazu ein konkretes Beispiel aus der Praxis eines vergesslichen Joggers: Dem Autor dieser Zeilen passierte es mit der ersten Pixel Watch, dass er ein Läufchen machen wollte, aber zuvor vergaß, die Smartwatch aufzuladen. Panisch wurde diese an das Ladegerät gehängt: "Vielleicht bekomme ich genug Saft rein, dass ich den Lauf tracken und dabei auch noch Spotify hören kann". Spoiler: Schnell ging da gar nichts und selbst wenn man genügend Geduld aufgebracht hat, zu warten, bis die Uhr wenigstens halb voll war, genügte das nicht, um einen einstündigen Lauf mit aktivem LTE zu überstehen.

Pixel Watch 2 - Google stellt das Design der Smartwatch vor
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Bei der Pixel Watch 2 hat sich das fundamental geändert: Die Uhr lädt nun dank des Wechsels von Qi-basiertem Laden auf einen Charger mit vier Pogo-Pins wesentlich schneller, dazu kommt, dass sie bei GPS-basierten Fitnessaktivitäten nun auch um eine ganze Hausnummer effizienter ist. Die erwähnte halbe Ladung ist nun in spürbar kürzerer Zeit erreichbar und zudem mehr als genug, um den Lauf durchzuhalten.

Akku fast gleich groß

Und das alles übrigens, ohne dass sich die Akkugröße signifikant geändert hat: Denn bei der Google Pixel Watch hatte die integrierte Batterie eine Kapazität von 294 mAh, beim Nachfolger sind es mit 306 mAh nicht fundamental mehr. Die Akkugröße spielt also keine echte Rolle, Google erreicht die in jeder Hinsicht - also auch im ganz normalen Alltag - spürbar längere Laufzeit dank eines effizienteren Chips sowie anderer Optimierungen.

Offiziell spricht Google immer noch von 24 Stunden Laufzeit, im Alltag ist das aber selbst bei Nutzung rechenintensiver Anwendungen sogar eher vorsichtig geschätzt, in der Praxis kommt man durchaus auf bis zu 30 Stunden. Der Akku, das kann man schon zu diesem Zeitpunkt des Tests als Zwischenfazit ziehen, ist eine der wirklich spürbaren und erfreulichen positiven Überraschungen.

Google Pixel Watch 2
Die Watch 2 lädt dank Pogo-Pins (links) spürbar schneller

Natürlich darf man hier aber auch keine Wunder erwarten, denn man muss sich durchaus auch bei der Pixel Watch 2 daran gewöhnen, die Uhr regelmäßig aufzuladen - das ist aber bei allen Geräten dieser Klasse so. Natürlich gibt es Fitnesstracker, die zum Teil deutlich länger halten, das sind aber in der Regel spezialisierte Geräte, die beispielsweise auf Farb-Displays verzichten oder besonders kleine Bildschirme haben.

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