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Windows 10-User werden wieder mit Windows 11-Popups belästigt

Windows 11 wurde im Herbst 2021 veröffentlicht und natürlich will Microsoft, dass Anwender Windows 10 hinter sich lassen und auf das neue Betriebssystem umsteigen. Das machte man bereits in Vergangenheit per System-Popups und nun ist es erneut so weit.
07.02.2024  10:38 Uhr

Upgrade-Hinweise: Service oder Werbung?

"Wechseln Sie jetzt auf das neue Windows. Es ist kostenlos und alles ist schöner und besser!" Das ist das Motto von Einblendungen, die Microsoft seit dem Start von Windows 10 (damals auf Windows 7) und später auch Windows 11 regelmäßig auf dem Desktop einblendet. Ziel waren und sind natürlich Nutzer, die noch kein Upgrade durchgeführt haben. Das löst immer wieder Kritik aus, da man auf dem Desktop seines PCs nur das tun will, was man da eben machen möchte oder muss, aber eben nicht erwartet, von einer fast seitenfüllenden Einblendung behelligt zu werden. Dazu kommt es nun wieder verstärkt, wie Windows Latest berichtet.

Windows 11: Kostenloses Upgrade
Diese Einblendung ist nicht neu, bereits vor einem Jahr versuchte Microsoft so, die Nutzer zum Upgrade zu bewegen

Seit einem optionalen Update von Ende Januar bekommen Windows 10-Nutzer eine derartige Einblendung. Diese arbeitet mit einer Art Gewinnspieltaktik, denn im Text des Popups heißt es: "Jetzt freigeschaltet. Sie haben Anspruch auf ein kostenloses Upgrade auf Windows 11." Das klingt so, als würde man das erst jetzt "gewonnen" haben und soll sicherlich Anwendern einen Ruck geben. Denn prinzipiell war, ist und bleibt das Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 kostenlos.

Dark Pattern-Taktik

Unter dem Text sind auch zwei Buttons zu sehen, die sagen im Wesentlichen "Jetzt holen" und "Für später planen". Beide sollen also eine Installation von Windows 11 anstoßen. Die Option für "Windows 10" ist hingegen in einer verhältnismäßig kleinen Leiste unten "versteckt" - das ist also das, was man als sogenannte "Dark Pattern"-Lösung bezeichnen kann, also jene suggestive Benutzerführung, die Kunden und Anwender zu einer bestimmten Aktion (ver)führen soll.

Aus Microsoft-Sicht macht man den Nutzern damit einen Gefallen, denn Windows 10 wird Mitte Oktober 2025 den End of Support (EOS) erreichen. Früher oder später soll und muss man also auf eine neue Version des Betriebssystems umsteigen - muss sich dann aber mit Hardware-Fragen wie TPM 2.0 herumschlagen bzw. entsprechende PC-Upgrades durchführen.

Zusammenfassung
  • Windows 11-Aufforderung zum Umstieg per Desktop-Popups
  • Microsoft zeigt Einblendungen für kostenloses Upgrade
  • Nutzerkritik an aufdringlichen Systemhinweisen
  • Optionales Update löst neue Upgrade-Aufforderungen aus
  • Popup suggeriert exklusiven Anspruch auf Windows 11
  • Schaltflächen im Popup drängen zur Installation
  • Versteckte Option für Verbleib bei Windows 10
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