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Große Scheine und 2€-Münzen: Deutlich mehr Falschgeld im Umlauf

Auch das bringt das Bargeld mit sich: Wer nicht aufpasst, fällt auch mal auf Betrüger rein. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bundesbank erneut einen Anstieg von Falschgeld, das in den Sicherungssystemen hängenblieb oder von den Behörden beschlagnahmt wurde.
C. Dubovan / Unsplash
30.01.2024  13:24 Uhr

Millionenschaden

Allerdings muss man angesichts der Zahlen anmerken, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Bürger im Alltag mit Falschgeld in Berührung kommen. Das liegt einerseits am gesamten Aufkommen: 2023 summierte sich die Zahl der gefälschten Banknoten, die sichergestellt werden konnten, trotz einer Steigerung um 28 Prozent, auf 56.600 Stück, wie die Bundesbank mitteilte. Hinzu kommt, dass die meisten Fälschungen bei den 200- und 500-Euro-Scheinen zu verzeichnen waren. Diese gehören zwar zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln, kommen im alltäglichen Geschäftsverkehr dann aber doch recht selten vor. Viele Einzelhändler weigern sich inzwischen sogar, diese Banknoten überhaupt anzunehmen.

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Die Konzentration auf die hohen Werte sorgte allerdings dafür, dass sich der Schaden, den die Geldfälscher verursachten, schätzungsweise auf 5,1 Millionen Euro verdoppelt hat. Damit rückte das letzte Jahr schon dicht an den Rekordwert von 6,1 Millionen heran, der im Jahr 2004 verzeichnet wurde. Nach Angaben der Bundesbank wurden die meisten gefälschten 200- und 500-Euro-Banknoten in relativ wenigen Betrugsfällen gefunden, bei denen Luxusgüter wie Uhren, Schmuck und teure Autos in bar bezahlt und die Fälschungen mit echtem Geld vermischt waren.

Auch Klimpergeld

Die Experten der Bundesbank wiesen außerdem darauf hin, dass die leichtere Verfügbarkeit hochwertiger Technik bisher nicht dazu führte, dass die Qualität der Fälschungen zugenommen hätte. Bereits mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich die meisten Blüten recht einfach erkennen - insbesondere im direkten Vergleich mit einem anderen Geldschein.

Eine durchaus auch beträchtliche Zahl von Fälschungen gab es bei den Münzen. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der sichergestellten Einheiten von 73.400 auf 115.900. Vor allem 2-Euro-Münzen werden dabei gefälscht in Umlauf gebracht. Das dürfte daran liegen, dass hier Material- und Herstellungsaufwand bei noch kleineren Beträgen kaum zu nennenswerten Vorteilen führt.

Zusammenfassung
  • Bundesbank verzeichnet mehr Falschgeld 2023
  • Anstieg um 28 Prozent auf 56.600 gefälschte Banknoten
  • Häufigste Fälschungen bei 200- und 500-Euro-Scheinen
  • Schaden durch Geldfälscher auf ca. 5,1 Millionen Euro gestiegen
  • Luxusgüter oft mit gefälschten Banknoten bezahlt
  • Technikfortschritt verbessert Fälschungsqualität nicht deutlich
  • Anzahl gefälschter Münzen stieg auf 115.900, meist 2-Euro-Stücke



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