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Enorme Renditen:
Finanzinvestor Blackrock baut jetzt Datenzentren

Große Datenzentren für die neuesten rechenintensiven Anwendungen werden bisher fast ausschließlich von den großen Tech-Konzernen erbaut. Die Aussicht auf lukrative Renditen lockt zunehmend aber auch Finanzinvestoren an - einer baut sogar aktiv eigene Anlagen.
30.01.2024  10:37 Uhr

Milliardenschwere Tochter

Bisher generierte Blackrock, das größte Private-Equity-Unternehmen der Welt, den überwiegenden Teil seiner Renditen über Immobilien. Dies folgte meist dem Muster, dass Regionen gesucht wurden, in denen es nicht genug Immobilien eines benötigten Typs gab - insbesondere Büros. Blackrock investierte dann in den Bau und konnte so gute Einnahmen generieren. Dieses Prinzip verfolgt der Finanzinvestor nun auch bei Datenzentren, für die es hauptsächlich durch den Trend zu KI-Anwendungen einen enormen Bedarf gibt. Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, steigt Blackrock mit 25 Milliarden Dollar in den Sektor ein.


Die Basis bildet dabei der Rechenzentren-Betreiber QTS, den man im Jahr 2021 für rund 10 Milliarden Dollar übernommen hatte. Dieser arbeitet in verschiedenen Regionen der USA daran, neue Datenzentren aufzubauen. Die darin verfügbaren Kapazitäten werden dann vermietet - was ein lukratives Geschäft ist, wie sich seit Jahren bei den großen Cloudbetreibern zeigt. QTS ist so binnen drei Jahren vom viertgrößten zum größten Anbieter von Miet-Infrastrukturen dieser Art aufgestiegen.

Es gibt Widerstand

Die enorme Wirtschaftskraft, mit der Blackrock in das Segment investiert, führt dazu, dass man auch günstige Abnahmeverträge mit Energieversorgern abschließen kann. Immerhin ist Strom die wichtigste Ressource für den Betrieb entsprechender Anlagen. QTS schätzt, dass seine Projekte nach ihrer Fertigstellung etwa 6 Gigawatt Strom verbrauchen werden, was dem Bedarf von etwa 5 Millionen Haushalten entspricht.

Ganz reibungslos läuft das allerdings auch nicht ab. Zunehmend muss sich das Unternehmen auch mit Widerstand aus den jeweiligen Kommunen auseinandersetzen. Denn letztlich sind große Datenzentren durchaus mit Industrieanlagen vergleichbar. Die Bauvorhaben geraten entsprechend dann in die Kritik, wenn sie in Form riesiger Betonhallen in das Umfeld von schützenswerten Landschaften gestellt werden.

Zusammenfassung
  • Tech-Konzerne bauen bisher große Datenzentren
  • Finanzinvestoren wie Blackrock entdecken den Markt
  • Blackrock setzt auf Datenzentren für KI-Anwendungen
  • 25 Milliarden Dollar von Blackrock für den Sektor
  • Blackrock sichert sich günstige Energie für Datenzentren
  • Widerstand gegen Datenzentren in Kommunen wächst
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