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Chrome Inkognito spricht jetzt Klartext: Das wird verborgen, das nicht

Googles Chrome dominiert den Browser-Markt, das bedeutet, dass dieser auch bei Nutzern im Einsatz ist, die sich mit IT weniger beschäftigen als etwa WinFuture-Leser. Und sie glauben vermutlich, dass Inkognito ihre Web-Aktivität tatsächlich verbirgt - ein Irrtum.
16.01.2024  16:46 Uhr

Inkognito suggeriert Sicherheit

Mit dem Inkognito-Modus verhält es sich in etwa wie mit dem Autopiloten von Tesla: Denn jeder Besitzer eines solchen Elektroautos weiß oder sollte wissen, dass das nur eine Assistenz-Funktion ist und keinesfalls das macht, was man womöglich mit dem Begriff Autopilot assoziieren würde, also ein völlig selbstständiges Fahren. Ähnliches ist oder war es bei Googles Inkognito-Modus: Denn dieser Name suggeriert, dass der Nutzer hier seine Netzpräsenz praktisch vollständig verstecken bzw. verschleiern kann. In der Realität ist aber fast das Gegenteil der Fall, den Inkognito macht nicht ansatzweise das, was manch einer erwartet oder hofft. Das geht sogar so weit, dass dieser Modus Google-intern ein regelrechter Running Gag war und sich Mitarbeiter darüber lustig gemacht haben.

Die Folge waren Klagen und Google reagiert nun mit einem Mehr an Transparenz (via Ghacks): Denn wer dieser Tage ein entsprechendes Fenster startet, der bekommt dort nun deutlich besser zu lesen, was Inkognito kann und was nicht. Unverändert sind die einzelnen Punkte. So hieß es bereits vorher (und auch weiterhin), dass Chrome folgende Daten nicht speichert:

  • Den Browserverlauf
  • Cookies und Websitedaten
  • In Formulare eingegebene Informationen

Wesentlich wichtiger sind aber die Hinweise, was der Inkognito-Modus nicht leistet bzw. welche Nutzer-Aktivitäten "eventuell" sichtbar bleiben:

  • Von dir besuchte Websites
  • Deinen Arbeitgeber oder deine Bildungseinrichtung
  • Deinen Internetanbieter

Neu ist allerdings der Text darüber. Bisher hieß es dort: "Du kannst jetzt privat surfen. Andere Personen, die dieses Gerät verwenden, können deine Aktivität nicht sehen. Downloads, Lesezeichen und Webseiten auf deiner Leseliste werden jedoch gespeichert."

Das wurde nun durch den folgenden Text ersetzt (übersetzt aus dem Englischen): "Andere, die dieses Gerät benutzen, können deine Aktivitäten nicht sehen, sodass du privater surfen kannst. Dies ändert nichts daran, wie die von dir besuchten Websites und die von ihnen genutzten Dienste, einschließlich Google, Daten sammeln. Downloads, Lesezeichen und Einträge in der Leseliste werden gespeichert." Es ist nun also deutlich klarer ausformuliert, dass Inkognito eher eine lokale Funktion ist und kaum bis keine Auswirkung auf die Aktivität im Netz hat.

Zusammenfassung
  • Chrome dominiert den Browser-Markt
  • Inkognito-Modus verbirgt nicht Web-Aktivität
  • Vergleich mit Teslas Autopilot-Funktion
  • Inkognito-Modus war intern ein Running Gag
  • Google reagiert mit mehr Transparenz
  • Inkognito speichert keinen Browserverlauf
  • Besuchte Websites bleiben sichtbar
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