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Amazon macht Fire TV Cube jetzt zum (Cloud-)Desktop-PC

Amazon steigt jetzt in den Vertrieb von Kleinst-PCs auf Basis von ARM-Prozessoren ein. Zum großen Konkurrenten der PC-Hersteller wird es aber wohl nicht reichen, denn im Grunde macht Amazon nur aus seinem Fire TV Cube eine Art Desktop-PC für Firmenkunden.
Amazon
28.11.2023  16:10 Uhr

Amazon macht aus Streaming-Box einen Desktop-PC

Amazon hat mit dem Amazon WorkSpaces Thin Client eine abgewandelte Version des Fire TV Cube präsentiert, die in Firmen für den Zugriff auf Web-Desktops über die Cloud verwendet werden soll. Man macht also aus der kleinen Streaming-Box einen Thin-Client für den Zugriff auf Web-Services im Browser. Technisch bleibt das Gerät, in dessen Innerem ein im Vergleich zu den anderen Fire TV-Geräten recht starker acht-kerniger ARM-Chip seinen Dienst tut, im Grunde unverändert. Amazon installiert aber ein anderes Betriebssystem, um so eine günstige Plattform für den Zugriff auf virtuelle Desktops in der Amazon-Cloud zu ermöglichen.


Mehrzweck-Verwendung von vorhandener Hardware

Weil man keine Ausgaben für die Hardware-Entwicklung hatte und lediglich einen "vollkommen neuen Software-Stack" schaffen musste, könne der Thin-Client für Amazon WorkSpaces zu günstigen Preisen vertrieben werden. Die Hauptarbeit übernimmt natürlich, wie im Fall von Thin Clients üblich, die "Cloud". Am Fire TV Cube bzw. dessen Desktop-Variante kann man laut Amazon zwei Displays, Maus und Tastatur, Webcams, Headsets und Ähnliches anschließen, um das Gerät am Arbeitsplatz effektiv zu nutzen.

Amazon wirbt vor allem mit niedrigen Kosten, zu denen der Fire TV Cube bzw. dessen Adaption als Cloud-Client für Firmenkunden zur Verfügung stehen soll. Ab 195 Dollar soll das Gerät zu haben sein. Innerhalb von fünf Minuten sei der Cloud-Desktop betriebsbereit, heißt es von dem Unternehmen weiter - bei traditionellen Desktops oder Laptops mit anderen Betriebssystemen würde dies schon mal mehrere Stunden dauern, behauptet jedenfalls Amazon.

Amazon will mit dem WorkSpaces Thin Client ganz offensichtlich einen Markt bedienen, in dem auch Microsoft mit dem Cloud-PC-Konzept und den Virtual Desktops für Firmenkunden immer stärker aktiv geworden ist. Anders als Microsoft dürfte Amazon aber vorerst keine Pläne haben, seine Interpretation eines Cloud-Desktops auch für Privatkunden verfügbar zu machen.
Zusammenfassung
  • Amazon bringt ARM-basierte Kleinst-PCs auf den Markt
  • Fire TV Cube wird zu Desktop-PC für Firmen
  • Amazon WorkSpaces Thin Client für Cloud-Desktops
  • Keine neuen Hardwarekosten, nur Software-Stack
  • Amazon verspricht Effizienz und geringe Kosten
  • WorkSpaces Thin Client ab 195 Dollar erhältlich
  • Amazon konkurriert mit Microsofts Cloud-PCs
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