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Kommentare zu:

Bill Gates zuversichtlich: Es gibt noch Hoffnung bezüglich der Klimakrise

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[o1] FuzzyLogic am 20.11. 12:36
+5 -7
Wenn Corona mich eins gelernt hat, dann dass man Zukunftsprognosen -in der Regel Schreckensprognosen- immer kritisch betrachten sollte. Ich bin kein Klimawandel-Leugner, der Treibhauseffekt und die daraus resultierende Erwärmung des Atmosphäre sind zweifellos gut belegt. Aber es sind letztendlich Modellberechnungen, die mit bestimmten Parametern gefüttert werden und auch nur Vorhersagen innerhalb dieses Modells erlauben. Ich bezweifle aber, dass mit die stattfindenden und durch Menschen verursachten klimatischen Veränderungen hinsichtlich ihrer konkreten Auswirkungen auf die unfassbar komplexe Flora und Fauna der Erde vorhersagen kann. Diese sind nämlich bekanntlich extrem anpassungsfähig. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir untätig rumsitzen sollten und der Entwicklung freien Lauf lassen. Aber diese Panikmache und das Darstellen von Schreckenssenarien als absolute Gewissheit wird zu nichts Guten führen. Man bekommt "Klimakleber“, die überzeugt sind die letzte Generation zu sein, die den Untergang noch stoppen kann und dies auch nur noch durch die Abschaffung von Demokratie und Marktwirtschaft und auf der anderen Seite die Leute, die das ganze wütend macht und der Politik nicht mehr zutrauen, die richtige Entscheidung für ihre eigenen Bürger zu treffen.
[re:1] bAssI am 20.11. 12:50
+8 -2
@FuzzyLogic: Wenn du mit "Anpassungsfähig" den Borkenkäfer meinst, der Dank der trockenen Sommer im Harz und Sauerland für Kahlschlag gesorgt hat, jo, da geb ich dir recht.

Wälder können sich gar nicht so schnell anpassen, wie sich das Klima verändert. Sicher wachsen da irgendwann andere Pflanzen aber das wird sehr lange dauern. Schon allein, weil Bäume zb Jahrzehnte zum Wachsen benötigen.

Und ja, im Detail (deinen Garten) lässt sich so etwas nicht voraussagen. Aber die Modelle für Regionen passen ganz gut.

Wir sind die letzten Generationen, die nur einen Vorgeschmack/Teaser von dem erfahren, was in 100 Jahren sein wird. Und auch dann ist der Gipfel noch nicht erreicht.

Wirtschaft? Was glaubst du was mit der Wirtschaft passiert, wenn es 2 Jahre in Folge spürbare Ernteausfälle gibt, weil Regionen vertrocknet sind oder es zu viel geregnet hat?

Schauen wir unsere Erfolge im Bezug auf Treibhausgase mal an. Sie sind in den letzten 5 Jahren weiter gestiegen und werden es wohlmöglich auch die nächsten Jahre tun.

Bis das, was wir heute in die Luft blasen, wieder aus der Atmosphäre verschwunden ist, wird es 1000 Jahre oder länger brauchen. Und das kann man sich nicht schön reden...das ist einfach Physik/Thermodynamik.
[re:1] FuzzyLogic am 20.11. 13:23
+2 -3
@bAssI: ich wohne im Hochsauerland. Wir haben hier keine Wälder, sondern Fichtenplantagen. Dass Monokulturen sich klimatischen Veränderungen nicht anpassen können, ist klar. An deren Stelle wachsen dann aber andere Bäume und Pflanzen. Ich bin immer wieder erstaunt, welche magischen Vorhersagekräfte sich manche so zutrauen, wenn man bedenkt, wie oft Menschen mit langfristigen Prognosen bisher richtig lagen. Dass du mir aber auch gerade versuchst die physikalischen Grundlagen des Klimawandes zu erklären, zeigt mir dass du meinen Kommentar inhaltlich nicht so recht verstanden hast. Ich behaupte gar nicht, dass der Klimawandel nicht potenziell starke negative Folgen für uns haben kann.
[re:1] bAssI am 20.11. 13:32
+4 -2
@FuzzyLogic: Stimmt, wenn man so will, waren alle bisherigen Vorhersagen zu optimistisch und mussten sich in der Regel dahin korrigieren, dass die Veränderungen schneller eintreten, als vermutet.

Ja, Monokulturen sind blöd aber die Wälder sollten wirtschaftlich genutzt werden und das Holz nicht unbedingt verbrannt, sondern eher in Form von Bauholz etc. Verwendung finden. Das ist so aber nicht mehr möglich, so wird das dort, zumindest zeitweise, gespeicherte CO2 noch früher wieder freigesetzt, als es hätte sein müssen.

Doch doch, ich habe deinen Beitrag gelesen.
Du glaubst an den Klimawandel aber nicht an die Vorhersagen. Und du bist der Meinung, dass Negative Meldungen dazu nicht gut sind, weil man dann alles zu pessimistisch sehen könnte.
[re:2] DivineSage am 20.11. 13:14
+4 -1
@FuzzyLogic: Wenn man es deiner Logik nach doch so schlecht vorhersagen kann woher kommt dann deine Sicherheit, dass es schon nicht so schlimm kommen wird? Nur weil die Prognosen sehr schlecht aussehen, heißt es nicht das nur Panikmache betrieben wird. Diese Einstellung ist Teil der Klimawandelleugnung.
[re:1] FuzzyLogic am 20.11. 13:35
+1 -4
@DivineSage: erst verstehen, dann kommentieren. Kein Bock mich mit Unerstellungen auseinander zusetzen
[re:3] wertzuiop123 am 20.11. 13:25
+ -1
@FuzzyLogic: Die Klimamodelle waren früher mit weniger Daten bereits vergleichbar genau. Die Modelle werden halt laufend angepasst und weitere Variablen hinzugefügt. https://www.derstandard.at/story/1363711584563/klimaerwaermung-verlaeuft-langsamer-als-erwartet
[re:1] FuzzyLogic am 20.11. 13:36
+1 -1
@wertzuiop123: ich habe nicht behauptet dass die Modelle falsch sind.
[re:1] wertzuiop123 am 20.11. 13:52
+ -
@FuzzyLogic: Ne der Kommentar war nur eine Ergänzung zu sehen ^^
[re:4] IchBinsJan am 20.11. 18:25
+1 -
@FuzzyLogic: Es geht nicht ja (nur) darum, was in Zukunft sein wird, schon "was ist". Tote und Armut durch Naturkatastrophen, Dürre, Ernteausfälle, Flüchtlingsströme. Ja, der Mensch wird sehr wahrscheinlich nicht die nächsten 100 Jahren aussterben, aber es flüchten und sterben bereits jetzt zig tausende Menschen infolge des menschengemachten Klimawandels.

Ich finde es schon arrogant und beschränkt hier im kühlen, nicht von Versorgungsengpässe betroffenen Deutschland in seinem sicheren Zuhause vor seinem PC zu sitzen und im Internet von "Panikmache" zu schwadronieren während in anderen Regionen tausende Menschen aufgrund der Hitze krepieren.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/klimawandel-erhoeht-sterblichkeit-in-europa-100-000-tote-zusaetzlich-im-sommer-2022-a-49651597-e247-4b4d-ab76-41469994554f
[re:1] FuzzyLogic am 20.11. 20:59
+ -1
@IchBinsJan: ich finde es interessant, dass mir hier die ganze Zeit Aussagen untergeschoben werden, die ich gar nicht getätigt hbe. Ist das eine Art Hobby?
[re:5] Akkon31/41 am 20.11. 19:35
+1 -
@FuzzyLogic: Man muss nur mal die Augen aufmachen um festzustellen, dass der drops bereits gelutscht ist. Letztes Silvester habe ich im T-Shirt draußen gestanden, an der Stelle, wo ich all die Jahre zuvor normal gebibbert habe. Letzten Winter habe ich auch 70% weniger geheizt als zu vor, weil es einfach nur durchgängig mild war. Und letztes Jahr war ich am Mittelmeer und dachte, ich bin zu Hause und steige in die Badewanne, weil das Wasser so warm war. Ich bin im Harzer Vorland aufgewachsen. Während man in der ersten Hälfte der 80er jedes Jahr garantiert genug Schnee zum Schlitten fahren hatte, war es dann in der zweiten Hälfte der 80er schnell vorbei damit. Es kam max. nur noch etwas Pulver der relativ schnell wieder weg war. Also wer immer noch nicht merkt, dass wir mittlerweile ein echtes Problem haben, der merkt auch sonst nichts mehr.
[re:1] FuzzyLogic am 20.11. 21:08
+1 -2
@Akkon31/41: persönliche Erfahrung ist bestenfalls anekdotisch, besonders wenn man bedenkt, dass unser Gehirn die Vergangenheit nicht wahrheitsgemäß abspeichert. Schau dir die Niederschlagstatistiken an, dann wirst du feststellen, dass es schon seit Beginn der Aufzeichnung starke Schwankungen gegeben hat. Schnee ist in Deutschland eher die Ausnahme, kannst du alles anhand von offiziellen Daten überprüfen. So warme Dezember hat es auch in den 60er und 70ern gegeben. Aber nochmal, ich leugne ja gar nicht dass es den Klimawandel gibt, dass er von Menschen gemacht ist und dass er Auwirkungen auf unser Wetter hat. Ich sage nur, dass er nicht ausschließlich katastrophale Auswirkungen hat und dass es nicht der Untergang der Menscheit ist.
[o2] bAssI am 20.11. 13:06
+3 -
"beispielsweise indem man darauf vertröstet, CO₂ zukünftig wieder aus der Atmosphäre zu holen, statt seine Anreicherung bereits jetzt zu reduzieren."

Ein super Ansatz. Zur Vorstellung: Wir emittieren 40 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. Das sind, in fester/gefrorener Form, etwa 20 Kubikkilometer :D

3 kleine Anmerkungen:

1. Woher nimmt man die Energie? Es wird mehr Energie kosten, als wir durch die Freisetzung erlangt haben :D

2. Wohin mit dem Kram? In die Erde? Dahin, wo wir das Gas usw mit Fracking aus dem Boden gelöst haben? Das wird kein CO2 mehr speichern können.
Dänemark will bis 2030 etwa 13 Millionen Tonnen CO2 Unter der Nordsee einlagern. Das wären fast 50% von dem was Dänemark emittiert hat ... in 2021 ... Und in der Rechnung ist noch nicht drin, wie viel CO2 emittiert wird, um das CO2 einzulagern :D

3. Wer wird den Spass bezahlen? Denn das Filtern und Einlagern wird ebenfalls mehr kosten, als das Fördern und Verbrennen fossiler Energieträger :D
Man könnte also bereits jetzt den Kraftstoffpreis an der Tanke mehr als verdoppeln.
[re:1] wertzuiop123 am 20.11. 13:15
+ -
@bAssI: Tatsächlich erfordert der Prozess der CO2-Extraktion erhebliche Energiemengen. Die Technologien zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS) sind energieintensiv. Es ist wichtig, dass der Energieaufwand für die CO2-Extraktion aus erneuerbaren und nachhaltigen Quellen stammt, um die ökologischen Vorteile zu gewährleisten. Die sichere und dauerhafte Speicherung von CO2 ist eine Herausforderung. Geologische Formationen wie leere Öl- oder Gasfelder könnten als Speicherorte dienen, aber es gibt Bedenken hinsichtlich der möglichen Leckagen und Umweltauswirkungen. Die Suche nach sicheren und effektiven Speicherlösungen ist von entscheidender Bedeutung. Die Kosten für die CO2-Abscheidung und -speicherung sind hoch. Es ist wichtig, die Wirtschaftlichkeit dieser Technologien zu verbessern, um sie breit anwendbar zu machen. Dies könnte durch Innovationen, technologische Fortschritte und mögliche staatliche Anreize erreicht werden. Die Frage der Finanzierung ist entscheidend. Es könnte eine Kombination aus staatlichen Subventionen, internationaler Zusammenarbeit und möglicherweise sogar Finanzierungsmechanismen wie CO2-Preise geben, um die Kosten zu decken. Die finanzielle Belastung für Verbraucher und Industrie müsste jedoch sorgfältig abgewogen werden. Also alles in allem schwierig...
[re:1] bAssI am 20.11. 13:25
+3 -
@wertzuiop123: Bei der Finanzierung ist dir aber bewusst, dass es IMMER der Verbraucher zahlt?! Egal woher das Geld kommt :D
[re:1] wertzuiop123 am 20.11. 13:28
+ -
@bAssI: Klar. Dies kann direkt über höhere Preise für Produkte und Dienstleistungen oder indirekt über Steuern und staatliche Subventionen erfolgen. Gleichzeitig ist es wichtig sicherzustellen, dass diese Kosten nicht unverhältnismäßig auf Haushalte mit niedrigerem Einkommen entfallen, um eine sozial gerechte Übergang zu gewährleisten. Aber kA ob man darüber nachdenkt. Meist eh nicht.
[re:2] Stylos am 20.11. 14:24
+2 -
@bAssI: schön hier mal Leute mit verstand, Weitsicht und guter diskussionskultur zu sehen. Selten hier. Aber zum Inhalt von dir: wenn man nur die Kosten überfliegt, und weiß, dass das irgendwann bezahlt werden muss, dann weiß man wieso die letzte Generation sich so auf den Kopf stellt. Es ist erschreckend wie die Augen davor verschlossen werden und den nächsten Generationen diese Bürden aufgelastet werden
[re:1] bAssI am 20.11. 14:50
+3 -
@Stylos: Man schätzte mal, Deutschland müsste jährlich 60 Milliarden im Zusammenhang mit Umwelt investieren. Das sei angeblich nicht finanzierbar.
Witzig an der Geschichte ist: etwa 50 Milliarden könnte man bereitstellen, wenn man klimaschädliche Subventionen (zb. in Luftverkehr) einstellen würde :D

Wenn man Kinderwünsche hat, gabs schon immer Sachen die dagegen sprachen. Oftmals Kriege oder eben kalte Konflikte, Angst vor Einsatz von Atomwaffen etc. Aber das waren alles Sachen, die wir in der Hand hatten.
Das Klima ist es bei mir und dabei komplett anders. Ich weiß nicht, ob ich das Nachkommen von mir zumuten möchte. Und nach dem jetzigen Wissensstand wäre das noch nicht mal die wirklich gearschte Generation. Klar kann ich mich irren und ich hoffe es auch, aber aktuell gibt es keine Anzeichen, dass wir nicht alles furchtbar gegen die Wand fahren.

Und das beste immer "die Wirtschaft!"
Man ignoriert überall, dass es uns um so härter treffen wird, je länger wir warten.
[re:1] Stylos am 20.11. 17:55
+2 -
@bAssI: sehe ich ganz genau so *high five*
[o3] 1ST1 am 20.11. 13:16
+ -1
Hat er überhaupt nicht über seine innovativen Mini-AKWs gesprochen? Ist das jetzt hoffentlich gefloppt?
[re:1] wertzuiop123 am 20.11. 13:21
+ -
@1ST1: Hier glaub ich nicht, aber es ist nicht vom Tisch

"Schlagzeilen macht die "neue“ Atomkraft, seit der Microsoft-Gründer Bill Gates 2006 mit seiner Firma "Terra Power“ in die SMR-Entwicklung einstieg, die vom US-Energieministerium mitfinanziert wird. Gates sieht sie als Lösung für den Klimaschutz. Terra Power arbeitet an einem Prototyp im Bundesstaat Wyoming. Geplant ist dort von 2030 an ein Reaktor mit 345 Megawatt Leistung, der mit Natrium gekühlt wird."
[o4] DRMfan^^ am 21.11. 09:52
+1 -
Zum Glück kann man Stahl und viel Beton durchaus sinnvoll ersetzen, etwa durch Carbonfaser mit deutlich weniger Beton.
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