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Drama um ChatGPT:
OpenAI-CEO Altman geht zu Microsoft

Microsoft hat den seit Freitag laufenden Machtkampf bei dem Startup-Unternehmen OpenAI mit einem Paukenschlag beendet. Konzernchef Nadella verkündete, dass der geschasste OpenAI-CEO Sam Altman jetzt Mitarbeiter von Microsoft wird.
20.11.2023  10:59 Uhr

Bisheriger OpenAI-Chef bekommt KI-Team bei Microsoft

OpenAI, die junge Firma hinter ChatGPT und damit auch der Technologie, die Microsoft bei allen seinen neuen Diensten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz einsetzt, sorgt seit dem Wochenende für reichlich Drama. Dies scheint jetzt beendet, denn nachdem gestern noch alles so ausgesehen hatte, als würde Altman wieder an die Spitze von OpenAI zurückkehren, gab es jetzt eine endgültig wirkende Ankündigung von Microsoft. Satya Nadella höchstselbst gab bekannt, dass Sam Altman zu Microsoft kommt und dort ein neues Team für die Entwicklung von KI-Technologie leiten soll. Unterstützung erhält Altman dabei von Greg Brockman, der als Mitgründer von OpenAI ebenfalls seinen Hut bei dem Hype-Startup nehmen musste.

In einem Statement auf X/Twitter erklärte Satya Nadella (maschinelle Übersetzung):

"Wir bleiben unserer Partnerschaft mit OpenAI treu und haben Vertrauen in unsere Produkt-Roadmap, unsere Fähigkeit, mit allem, was wir auf der Microsoft Ignite angekündigt haben, weiterhin Innovationen voranzutreiben und unsere Kunden und Partner weiter zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, Emmett Shear kennenzulernen und auch das neue Führungsteam von OAI und die Zusammenarbeit mit ihnen. Und wir freuen uns sehr, die Nachricht mitteilen zu können, dass Sam Altman und Greg Brockman zusammen mit Kollegen zu Microsoft wechseln werden, um ein neues Forschungsteam für fortgeschrittene KI zu leiten. Wir freuen uns darauf, schnell voranzukommen und ihnen die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie für ihren Erfolg benötigen."

Das Drama um Altman und Brockman begann am Freitagabend deutscher Zeit, als der Vorstand von OpenAI die Entlassung des CEOs der jungen Firma bekannt gab. Man habe das Vertrauen in seine Fähigkeit verloren, OpenAI verantwortungsvoll und im besten Interesse des Unternehmens zu führen, hieß es als Begründung.


Mira Murati war nur einen Tag lang OpenAI-CEO

Im Laufe des Wochenendes überschlugen sich dann die Ereignisse, denn nachdem OpenAIs Vorstand kurzfristig mit Mira Murati eine neue Übergangschefin eingesetzt hatte, verlor diese ihren Posten nur einen Tag später. Investoren und Mitarbeiter von OpenAI, allen voran der wichtigste Geldgeber Microsoft, hatten laut Medienberichten massiven Druck ausgeübt, um Altman wieder zum CEO zu machen.

Mittlerweile steht aber fest, dass Altman nicht als CEO zurückkehrt und stattdessen der frühere Mitgründer der Videostreaming-Plattform Twitch, Emmett Shear, vorläufig die Führung bei OpenAI übernehmen soll. Microsoft hat mindestens 10 Milliarden Dollar in das Startup-Unternehmen investiert und deshalb größtes Interesse daran, für Klarheit und Stabilität zu sorgen.

Die Redmonder haben inzwischen eine Vielzahl von Produkten mit der KI-Technologie von OpenAI ausgerüstet und setzen damit voll auf die Integration diverser Technologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Fast jedes Microsoft-Produkt wird derzeit mit einem sogenannten Copilot auf KI-Basis aufgebohrt.

Zusammenfassung
  • Microsoft beendet Machtkampf bei OpenAI
  • Ex-CEO Altman wird Microsoft-Mitarbeiter
  • Altman leitet neues KI-Team bei Microsoft
  • Mitgründer Brockman wechselt auch zu Microsoft
  • OpenAI-Drama begann letzten Freitag
  • Altman nicht zurück als CEO, Shear übernimmt
  • Microsoft investierte 10 Mrd. Dollar in OpenAI

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