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Hardware-Hack macht Apple Magic Mouse ergonomisch, sinnvoll ladbar

Ein Hardware-Bastler hat mit großem Aufwand dafür gesorgt, dass seine Apple Magic Mouse nun endlich ein ergonomisches Gehäuse hat und im Betrieb komfortabel geladen werden kann. Das Warum ist keine Frage, es geht ums Prinzip.
Ivan Kuleshov / X
17.11.2023  14:26 Uhr

Magic Mouse stellt Design über Funktion & Ergonomie

Ivan Kuleshov, der beim tschechischen Softwarehersteller JetBrains tätig ist, hat seine Freizeit für ein wenig sinnvolles, aber dennoch sehr aufwendiges Bastelprojekt genutzt. Er hat die Apple Magic Mouse mit einem ergonomischen Gehäuse ausgerüstet und dafür gesorgt, dass der idiotisch anmutende Ladeprozess der Apple-Maus zumindest in seinem Fall überflüssig geworden ist. Die Apple Magic Mouse ist zwar optisch für viele Menschen in Hingucker, doch im Hinblick auf Ergonomie lässt das Design zu Wünschen übrig. Vielen Nutzern ist die Maus zu flach und die Platzierung des Ladeanschlusses am Boden sorgt dafür, dass die Maus beim Laden nicht nur nicht verwendbar ist, sondern auch noch wie ein hilfloser Käfer auf dem Rücken liegen muss.

Ivan Kuleshov: Apple Magic Mouse Hardware-Hack
Viel mehr Auflagefläche


Ivan Kuleshov: Apple Magic Mouse Hardware-Hack
USB-C-Port am Heck

Kuleshov spaltet die Maus in der Mitte

Beide Probleme löste Kuleshov. Mithilfe einer 3D-Design-Software und einem 3D-Drucker produzierte er einen Zwischenrahmen, der eine bessere Auflage für den Handballen bietet. Dieser wird eingesetzt, indem die obere und die untere Hälfte der Apple-Maus voneinander getrennt werden. Der Rahmen umschließt den Boden komplett und hebt die Oberfläche der Maus deutlich an.

Um dabei zu gewährleisten, dass die Maus weiter geklickt werden kann, konstruierte Kuleshov auch noch ein weiteres Bauteil, das die Distanz zwischen Ober- und Unterteil überbrückt und dafür sorgt, dass Klicks zum Bodenteil durchgereicht werden.

Ivan Kuleshov: Apple Magic Mouse Hardware-Hack

Der Hardware-Fummler lötete zudem einen USB-C-Port an den Akku der Maus, sodass der Stromspeicher dank des am hinteren Teil des Zwischenrahmens angebrachten Anschlusses auch im Betrieb geladen werden kann. Das Ganze funktioniert seinen Angaben zufolge einwandfrei, wobei der Ladestand steigt, während das Betriebssystem denkt, die Maus sei im Batteriebetrieb.

Kuleshovs Projekt baut auf früheren Versuchen ähnlicher Art auf. Ein großer Unterschied zu Adaptern, wie sie teilweise über eBay & Co erhältlich sind, besteht darin, dass sein Design den optischen Sensor der Magic Mouse weder anhebt noch mit irgendwelchen Spiegeln arbeitet. Der Tüftler will die Daten rund um sein Projekt bald über GitHub für andere Interessenten zur Verfügung stellen, damit diese ihre eigenen Experimente mit der Apple-Maus anstellen können.

Zusammenfassung
  • Bastler modifiziert Apple Magic Mouse
  • Ergonomisches Gehäuse und Ladefunktion
  • Ivan Kuleshov von JetBrains als Tüftler
  • Nutzung von 3D-Design und Drucktechnik
  • USB-C-Port für Laden im Betrieb eingebaut
  • Design stört Sensor nicht, kein Spiegeleinsatz
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