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Sonnenkonjunktion stört Signale: NASA verliert Kontakt zum Mars

Die NASA hat angekündigt, dass sie für die kommenden zwei Wochen die Kommunikation mit dem Mars verlieren wird. In dieser Zeit werden die Mars-Erkundungsroboter nicht kontaktiert werden können. Die Verbindung ist bereits abgebrochen.
NASA
13.11.2023  20:21 Uhr

Phänomen Sonnenkonjunktion

Schon am Wochenende hatte die Raumfahrtbehörde NASA über den bevorstehenden Kommunikations-Stopp berichtet. Hintergrund ist ein Phänomen, das als Sonnenkonjunktion bekannt ist und bei dem sich Erde und Mars auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne befinden. Diese Konstellation verhindert die störungsfreie Übertragung von Daten von der Erde zum Mars und andersherum.

Die Mars-Erkundungsroboter der NASA werden daher in den nächsten zwei Wochen auf sich allein gestellt sein, während die Raumfahrtbehörde abwartet, bis die Planeten wieder in einer Position kommen, in der Signale ungehindert gesendet und empfangen werden können.

Interferenzen der Sonne

Während der Zeit der Sonnenkonjunktion ist es laut NASA riskant, Befehle an die Instrumente auf dem Mars zu senden, da sich die Interferenzen der Sonne nachteilig auswirken könnten - man weiß also nicht, was bei den Mars-Robotern ankommen würde. Um Probleme zu vermeiden, legt die NASA daher eine geplante Pause ein, bis die Planeten eine geeignetere Position eingenommen haben.

Das bedeutet, dass die Rover Perseverance und Curiosity, der Ingenuity-Helikopter, der Mars Reconnaissance Orbiter sowie die Orbiter Odyssey und MAVEN eine Zeit lang sich selbst überlassen sind.

Ihre Instrumente an Bord werden weiterhin Daten für ihre jeweiligen Missionen sammeln, diese Informationen aber erst nach dem Ende der Sonnenkonjunktion zur Erde senden.


Pause wird bis 25. November laufen

Die Pause wird bis zum 25. November 2023 andauern, aber laut der Hoffnung der NASA nur teilweise "Funkstille" bedeuten. Die Mars-Rover werden während des größten Teils dieses Zeitraums in der Lage sein, grundlegende Informationen nach Hause zu senden. Das ist auch wichtig, um die Kommunikation wieder in Gänze aufnehmen zu können. Nur an zwei Tagen, an denen die Sonne den Mars vollständig blockiert, werden sie völlig still sein.

Dieses Phänomen ist nicht neu, kommt allerdings bei den verschiedenen Missionen der NASA recht selten vor. Im Falle der Marsmission wiederholt sich das Phänomen alle zwei Jahre und geht mit ein paar bangen Tagen einher, in der die Wissenschaftler hoffen, dass es nicht zu unvorhergesehen Schwierigkeiten kommen wird.

Zusammenfassung
  • NASA verliert 2 Wochen Mars-Kontakt
  • Sonnenkonjunktion stört Übertragung
  • Mars-Roboter operieren autonom
  • Datenübermittlung nach Konjunktion
  • Rover & Orbiter bis 25.11. auf sich gestellt
  • Teilweise "Funkstille" bei voller Blockade
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