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MacBook Pro M3-Teardown: iFixit zeigt interessante Entdeckungen

Der Reparatur-Spezialist iFixit hat sich jetzt eines der neuen MacBook Pro 14 Zoll-Modelle mit M3-Chip vorgenommen. Der Teardown zeigt, dass es kaum Änderungen an der Bauweise gibt. Dafür hat iFixit aber eine ganz andere Entdeckung gemacht.
Apple
11.11.2023  15:22 Uhr

Nicht viel Neues am eigentlichen Aufbau

Der obligatorische Teardown des neuen MacBook Pros ermöglicht jetzt, etwas neues zu Apples Produktdesign zu erfahren. Da es sich im Grunde wie in den letzten Jahren nur um ein Update der Prozessoren handelt, ist es nicht überraschend, dass es nicht viel Neues am eigentlichen Aufbau der Modelle gibt. Ein rund achtminütiges Video zeigt Röntgenbilder der neuen Modelle sowie den Demontageprozess:

Apple M3 MacBook Pro: iFixit Teardown im Video
videoplayer08:01
Die ersten Röntgenbilder zeigen einen großen Unterschied zwischen den M3 und M3 Pro-Chip-Versionen. Während der M3 Pro über zwei Lüfter zur Kühlung des Chips verfügt, verwendet der M3 nur einen, zusammen mit einem kürzeren Kühlkörper.

Leicht verändert

Anstatt den leeren Platz zu vergeuden, wurde beim M3 das Logic Board in diesen Bereich verlegt. Nimmt man die Abdeckung ab und ignoriert den Wechsel des Lüfters, besteht das Innere immer noch größtenteils aus den bekannten modularen Abschnitten, obwohl ein fehlender Thunderbolt-Anschluss am M3 zu erkennen ist.

Mit Zuglaschen an den üblichen Stellen für die Batterie, ZIF-Anschlüssen und Schrauben für das Logic Board und Schrauben an vielen anderen Stellen kann das MacBook Pro schnell auseinandergenommen werden. Mit Ausnahme des SD-Kartenlesers und der HDMI-Anschlüsse, können die meisten Komponenten problemlos ausgetauscht werden.

An der Bauweise des M3 Pro-Modells wurden also so gut wie keine Änderungen entdeckt - aber die neue "Space Black"-Beschichtung ist laut iFixit sehr viel interessanter, als zunächst angenommen.

Apple MacBook Pro (M3)

Space Black ist interessanter als angenommen

Apples Eloxierungs- und Ätzverfahren wurde in einem Blog-Post näher erläutert, der unter anderem erklärt, wie die neue Space Black-Beschichtung funktioniert. Bei der Anodisierung wird eine schützende Oxidschicht auf Aluminium aufgebracht, die eine raue Oberfläche mit mikroskopisch kleinen Unebenheiten erzeugt. Während des Prozesses können Farbstoffe hinzugefügt werden, um Farben einzuführen, im Fall von Space Black ist es ein sehr dunkles Grau.

Durch das Ätzen hat Apple die Stärke der Unebenheiten erhöht, um eine unebenere Oberfläche zu schaffen, die das Licht noch mehr streut. Da weniger Licht auf die Augen des Benutzers fällt, erscheint die Oberfläche dunkler.

Die Unebenheiten sind aber auch ein Grund dafür, dass die Oberfläche jetzt noch resistenter gegen Fingerabdrücke ist als üblich. Das ist vermutlich der Fall, weil die eigentliche Oberfläche bei einer Berührung verringert ist und so den Kontakt mit den Händen des Nutzers minimiert wurde.

Zwar lassen sich die Spuren von Fingerabdrücken nicht vollständig beseitigen, aber die Ätzung trägt dazu bei, dass Abdrücke gar nicht erst entstehen.

Fazit zur Reparierbarkeit

iFixit gibt den neuen Modellen eine vorläufige "Reparierbarkeit" von vier von zehn Punkten, in der Erwartung, dass in Kürze Teile und Handbücher über Self Service Repair-Kanäle bereitgestellt werden - ansonsten bedarf es noch einer Abwertung.
Zusammenfassung
  • iFixit untersucht MacBook Pro 14 Zoll mit M3-Chip
  • Bauweise ähnlich wie Vorjahresmodelle, kaum Änderungen
  • M3-Version mit einem Lüfter, M3 Pro mit zwei Lüftern
  • Logic Board bei M3 anders platziert, ein Thunderbolt fehlt
  • Reparaturfreundlich: Batterie und Komponenten austauschbar
  • Neue "Space Black"-Beschichtung streut Licht, mindert Fingerabdrücke
  • Vorläufige Reparierbarkeitsnote: 4/10, abhängig von Ersatzteilverfügbarkeit
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