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Bill Gates orakelt:
In 5 Jahren kann jeder einen KI-Assistenten haben

Geht es nach Microsoft-Gründer Bill Gates, werden wir alle bald einen eigenen KI-Assistenten haben. Aktuell sei Software zwar "ziemlich dumm", doch in den nächsten Jahren erwartet Gates eine rasche Entwicklung, weshalb sich dies in nur fünf Jahren grundlegend ändert.
10.11.2023  20:42 Uhr

Gates sieht Vernetzung von Dienstleistern durch KI

Microsofts Gründer und langjähriger CEO Bill Gates ist offenbar begeistert von künstlicher Intelligenz und sieht in ihr gigantisches Potenzial, die unser aller Leben verändern könnte. In einem Eintrag in seinem offiziellen Blog schrieb Gates neben dem eingangs erwähnten Statement, dass es in den nächsten Jahren viele grundlegende Veränderungen geben werde. Statt mit einer Vielzahl verschiedener Apps auf unterschiedlichen Geräten zu jonglieren, würden wir in fünf Jahren jeweils eine Art KI-basierten Assistenten haben. Dann muss der Anwender dem Gerät nur noch in alltäglicher Sprache sagen, was zu erledigen ist. Daraufhin würden dann KI-betriebene "Agenten" aktiv, um die Aufgaben auszuführen.

KI-Assistenten sehen voraus, was der Nutzer will

In der näheren Zukunft werde jeder, der über eine Internetverbindung verfügt, über einen persönlichen Assistenten auf Basis von künstlicher Intelligenz verfügen, der weit über das hinaus geht, was heute technisch möglich ist. Die "Agenten" würden "klüger" sein und proaktiv Vorschläge machen können, bevor man ihnen eine Frage stellt.


Das größte Potenzial sieht Gates in der Vernetzung verschiedener Anwendungen für verschiedene Aufgaben durch den gleichen KI-Assistenten. Dabei würden die Systeme immer besser funktionieren, je länger sie ihren Nutzer "kennen", so seine Prognose. Während ein Chatbot aktuell zum Beispiel nur in der Lage sei, etwa Hotels für ein bestimmtes Budget vorzuschlagen, würde ein "KI-Agent" künftig auch wissen, wann der Nutzer verreisen will und ob man neue Orte entdecken oder lieber an gern besuchte Stätten zurückkehren möchte.

KI stützt sich auf das, was sie über den Nutzer lernt

Wer heute ein ähnliches Erlebnis haben wolle, wie es die KI-Agenten in den nächsten Jahren ermöglichen sollen, müsse einen Reiseagenten beauftragen, diesen bezahlen und überhaupt erst einmal klarmachen, was man denn gern tun würde. Die KI-Systeme würden alle nötigen Informationen aus jenen Daten ziehen, die sich während der Nutzung angesammelt haben, schrieb Gates.

Der Microsoft-Gründer nannte eine Reihe weiterer Beispiele dafür, wie die KI-Agenten auch im geschäftlichen Bereich viele Aufgaben übernehmen könnten, um etwa ein neues Unternehmen zu gründen und neue Produkte zu entwickeln und diese auf den Markt zu bringen. Auch im persönlichen Kontakt unter den Menschen würden KI-Agenten künftig immer häufiger anzutreffen sein und dabei untereinander interagieren, um zum Beispiel anhand der Terminkalender ihrer Nutzer Treffen zu vereinbaren.

Letztlich würden die KI-gestützten Assistenten wohl in allen Bereichen des Lebens bei allen möglichen Aktivitäten unterstützend anzutreffen sein, prophezeite Gates weiter. Allerdings müssten sich die Nutzer darauf einstellen, dass sie für die Dienste ihrer Assistenten auch Geld bezahlen müssen. Die Preise würden aber aufgrund eines enormen Wettbewerbsdrucks wohl eher niedrig ausfallen, erklärte er weiter.

Was Gates für eine attraktive Zukunftsvision hält, dürfte für so manchen eher wie eine Horrorvorstellung wirken. Ein wichtiger Faktor, den Gates, wie viele andere große Befürworter von KI-Diensten, außen vor lässt, ist der Umgang mit persönlichen Daten der Nutzer. Damit die von Gates beschriebenen Dienste funktionieren, müssten die Menschen damit einverstanden sein, dass sämtliche Details ihres persönlichen Lebens von der KI gespeichert und verarbeitet werden.

Zusammenfassung
  • Bill Gates: KI-Assistenten bald für alle
  • Software jetzt "dumm", in 5 Jahren "klug"
  • KI ersetzt viele Apps und Geräte
  • KI-Agenten führen Aufgaben proaktiv aus
  • Vernetzung und Personalisierung durch KI
  • KI erleichtert Geschäfts- und Privatleben
  • Nutzer müssen für KI-Dienste zahlen
  • Datenschutz bleibt kritische Frage
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