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OneDrive beenden?! Nicht ohne erst eine Mini-Umfrage zu beantworten

Wer die auf den meisten aktuellen Windows-PCs ständig mitlaufende App des Cloud-Speichers OneDrive beenden will, muss dafür künftig einen Grund nennen. Microsoft verlangt praktisch eine Mini-Umfrage - bei jedem Schließen.
09.11.2023  08:00 Uhr

Wer OneDrive nicht mag, wird diese Neuerung lieben

Microsofts Hang dazu, die Nutzer mit nervtötenden Anzeigen oder Dialogen möglichst (un)auffällig an die eigenen Produkte zu binden, nimmt immer wieder neuen Formen an. Nach einer Umfrage beim Download von Chrome über den Edge-Browser und diversen ähnlichen Spielchen kommt jetzt OneDrive an die Reihe. Den Kollegen von Neowin fiel auf, dass Microsoft es nun noch schwerer macht, die OneDrive-App zu schließen. Ohnehin war das Beenden der App bisher schon nur über eine als "Synchronisation pausieren" (statt "Schließen") im Rechtsklick-Menü des OneDrive-Symbols im System-Tray möglich.

OneDrive: Grund angeben beim Schließen
OneDrive: Grund angeben beim Schließen (Bild: Neowin.net)

Umfrage im praktischen Dropdown

Jetzt zeigt OneDrive aber zusätzlich in der Box, mit der der Nutzer gefragt wird, ob die Anwendung wirklich geschlossen werden soll, zusätzlich auch noch eine Art Mini-Umfrage ab. Die Anwender müssen zuerst eine Option in der Liste auswählen, bevor dann die Schaltfläche zum tatsächlichen Beenden der App verwendet werden kann. Tut man dies nicht, bleibt der Button ausgegraut.

Damit das Ganze auch möglichst anstrengend ist, bietet man keine Radio-Boxes zur schnellen Auswahl in einer Liste an, sondern verwendet ein Dropdown-Menü, das erst auszuklappen ist. Die Redmonder bieten dabei allerhand Optionen, zu denen auch gehört, dass man nicht möchte, dass OneDrive ständig mitläuft.

Ohne Zweifel geht es Microsoft darum, die Nutzer zur Verwendung von OneDrive zu bewegen. Ab Werk erfolgt inzwischen ohnehin eine Synchronisation der Dateien in den Systemordnern für Fotos und Dokumente. Wer OneDrive, wo jeder Windows-User ganze fünf Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher bekommt, aber gar nicht nutzen will, darf sich nun über ein paar weitere Klicks freuen, die zum Beenden der App nötig sind. Alternativ lässt sich OneDrive aber natürlich auch weiterhin einfach über den Task-Manager abschießen.

Zusammenfassung
  • OneDrive-Beenden erfordert Begründung
  • Microsoft bindet Nutzer an Produkte
  • Mini-Umfrage vor Schließen der App
  • Dropdown-Menü erschwert Prozess
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