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YouTube macht Ernst:
Videosperre für Adblocker-Nutzer verschärft

Immer mehr Nutzer berichten über YouTubes verschärfte Gangart gegen Adblocker. Nun bestätigt die Google-Tochter offiziell seine "globalen An­strengungen", die vermehrt zu Videosperren führen. Das Ziel: Mehr Werbung und das Drängen zu YouTube Premium-Abos.
01.11.2023  08:13 Uhr

Weitere Schritte gegen YouTube-Werbeblocker

Seit Monaten versucht YouTube seine Nutzer zu ermutigen, Werbeblocker in Browsern zu deaktivieren oder die Videoplattform der persönlichen Whitelist hinzuzufügen. Scheinbar ohne großen Erfolg, weshalb das Unternehmen ab sofort noch mehr Druck auf Nutzer ausübt. Immer häufiger wird die Videowiedergabe blockiert, sobald die Aktivität von Adblock-Software registriert wird. Gegenüber The Verge bestätigt YouTube-Manager Christopher Lawton, dass die Plattform eine weitere "globale Anstrengung" gestartet hat, wonach die seit Sommer getroffenen Maßnahmen gegen Adblocker nur noch als "kleines globales Experiment" bezeichnet werden. Die Aufregung ist groß: YouTube-Nutzer machen ihrem Ärger vor allem auf Reddit Luft (via Android Authority).

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Zwischen YouTube und Adblock-Diensten deutet sich ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel an. Immer mehr Browser-Erweiterungen schießen aus dem Boden, die sich gegen die Videosperre zu wehren versuchen. Die Google-Tochter hingegen verschärft seine Algorithmen zur Erkennung der ausgenutzten Lücken. Gleichzeitig experimentiert man mit immer längeren Werbepausen, die nicht übersprungen werden können.

Weniger oder keine Werbung nur im Abo

Abhilfe dürfte am Ende nur ein YouTube Premium-Abonnement schaffen, das die Videoplattform in den letzten Monaten stark bewirbt - vor allem bei Nutzern mit aktiven Adblockern. Gänzliche ohne Werbeunterbrechungen, mit Offline-Downloads, Hintergrundwiedergabe und Musik-Abo, kann YouTube für monatlich 11,99 Euro genutzt werden.

Die neue Premium Lite-Mitgliedschaft für 5,99 Euro hingegen sorgt lediglich für eingeschränkte Werbung. Bei YouTube heißt es dazu: "In den meisten Videos wirst du keine Anzeigen sehen, bei Musikinhalten und in anderen Bereichen der YouTube App, z. B. im Startseitenfeed oder in den Suchergebnissen, aber schon." Weitere Features bleiben dem vollwertigen Abo vorbehalten.

Zusammenfassung
  • YouTube geht verstärkt gegen Adblocker vor
  • Nutzer werden zum Deaktivieren von Werbeblockern gedrängt
  • Videowiedergabe wird bei erkanntem Adblocker oft blockiert
  • YouTube drängt auf Premium-Abos für werbefreies Schauen
  • Browser-Erweiterungen zur Umgehung der Videosperre nehmen zu
  • YouTube Premium Lite bietet eingeschränkte Werbung für 6 Euro
  • Vollständige Werbefreiheit und Zusatzfunktionen für 12 Euro
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