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Apple M3 mit 3 nm Strukturbreite: Bis zu 16 Kerne und Fokus auf Grafik

Der US-Computerkonzern Apple hat soeben die neue M3-Serie von ARM-basierten PC-Prozessoren vorgestellt. Die neuen Chips sollen vor allem mehr Grafikleistung bieten und werden erstmals mit nur noch drei Nanometern Strukturbreite gefertigt.
Apple
31.10.2023  05:58 Uhr

Drei Modelle, bis zu 16 CPU- und 40 GPU-Kerne

Apple hat heute Nacht mit der M3-Serie seine neuesten ARM-SoCs für die Verwendung in Macs und MacBooks vorgestellt. Das Unternehmen setzt wieder auf eine Familie aus dem M3, dem M3 Pro und dem M3 Max, die jeweils wie zuvor acht, zwölf und 16 CPU-Kerne mitbringen. Die Chips laufen beim Vertragsfertiger TSMC mit einer Strukturbreite von nur drei Nanometern vom Band. Apple wirbt mit einer Steigerung der CPU-Leistung um bis zu 35 Prozent - gegenüber dem Apple M1. Man vergleicht also nicht mit den jüngeren M2-Chips aus dem letzten Jahr, schließlich fällt der Performance-Unterschied zum M1 deutlich größer aus. Tatsächlich dürfte das Leistungsplus gegenüber den direkten Vorgänger-Chips irgendwo zwischen 10 und 20 Prozent liegen.

Apple wirbt mit großem Plus an Grafikleistung

Die Grafikeinheiten der neuen Apple M3-Chips bringen jeweils 10, 18 oder 40 Grafikkerne mit und sollen mehr Leistung bei größerer Energieeffizienz bieten. Interessanterweise verglich Apple die Performance in seinen üblichen Diagrammen auch in diesem Fall nur mit der M1-Familie, wobei zum Beispiel bei der Grafikeinheit davon die Rede war, dass man bei einer identischen Leistungsaufnahme nun rund 50 Prozent mehr Leistung bieten könne.

Apple M3
Ein paar PC-Vergleiche ...


Apple M3
... gab es dann doch

Die Kern-Pakete sehen aus wie folgt: der Apple M3 hat vier Hochleistungs- und vier Effizienz-Kerne, wobei Apple bisher keine Taktraten genannt hat. Die GPU hat hier 10 Rechenkerne und soll dank einer neuen Architektur bis zu 65 Prozent mehr Grafikleistung bieten als der M1. Es gibt bis zu 24 Gigabyte "Unified Memory und die Möglichkeit, ein einzelnes externes Display an das jeweilige MacBook oder den iMac mit M3-Chip anzuschließen.

Apple M3
Apple M3, M3 Pro und M3 Max

Beim Apple M3 Pro bietet man jeweils sechs Effizienz- und sechs High-Performance-Kerne, die mit einer 18-kernigen GPU kombiniert werden, die bis zu 40 Prozent mehr Leistung bieten soll als der M1 Pro. Im Performance-Vergleich liegt der neue M3 Pro gegenüber dem M1-Pendant laut Apple im Single-Core-Betrieb bis zu 30 Prozent vorn. Hier werden 36 Gigabyte Unified-Memory unterstützt.

Das Flaggschiff ist der Apple M3 Max, der insgesamt 16 Rechenkerne hat. Zwölf davon sind die höher getakteten Performance-Cores, während sechs der Kerne vor allem stromsparend arbeiten sollen. Die GPU des M3 Max soll mit ihren 40 Rechenkernen bis zu 80 Prozent mehr Leistung bieten als ihr Gegenstück aus dem Apple M1 Max. Die maximale Größe des kombinierten Arbeitsspeichers gibt Apple beim M3 Max mit 128 GB an.

Apple M3
Apple: M3 im Überblick

Ray-Tracing und Mesh-Shading in Mac-GPU

Apple legt in diesem Jahr also offensichtlich den Schwerpunkt vor allem auf die Steigerung der Grafikleistung, was sich auch darin zeigt, dass man mit den neuen M3-Chips erstmals auch Hardware-beschleunigtes Ray-Tracing und Mesh-Shading bietet. Für Software- und vor allem Spieleentwickler ergibt sich durch letzteres die Möglichkeit, bei ihren Spielen und anderen Software-Produkten auf dem Mac eine deutlich ansprechendere Grafikqualität zu bieten.

Apple führt mit dem M3 unter anderem das sogenannte Dynamic Caching ein, bei dem für jede Aufgabe der GPU dynamisch eine exakte, festgelegte Menge Speicher zur Verfügung gestellt wird. Das Ganze soll für Entwickler vollkommen transparent funktionieren, also keine Anpassungen auf Software-Seite erforderlich machen. Das Ergebnis ist laut Apple eine Steigerung der Leistung bei professionellen Apps und Spielen durch eine bessere Auslastung der GPU.

Im Apple M3 steckt außerdem eine verbesserte Neural Engine, man hat also auch hier in die KI-Leistung investiert. Erstmals ist außerdem ein AV1-Decoder enthalten, sodass sich entsprechende Inhalte deutlich energieeffizienter wiedergeben lassen. Durch den Wechsel auf die 3nm-Fertigung verbessert sich die Energieeffizienz Apple zufolge deutlich. Bei den neuen MacBook-Pro-Modellen erreicht Apple so eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden - so viel wie noch nie bei einem Mac.

Die ersten Macs mit den neuen M3- und M3 Pro-Chips kommen ab Anfang November auf den Markt. Die Max-Variante soll im weiteren Verlauf des Novembers in neuen Mac-Modellen verfügbar sein.
Zusammenfassung
  • Apple stellt neue M3-Serie von ARM-basierten PC-Prozessoren vor
  • Prozessoren gefertigt mit nur drei Nanometern Strukturbreite
  • Leistungssteigerung der CPU um bis zu 35% gegenüber dem Apple M1
  • Grafik der M3-Chips bietet mehr Leistung, höhere Energieeffizienz
  • Einführung von hardwarebeschleunigtem Ray-Tracing und Mesh-Shading
  • Verbesserte Neural Engine und erstmals AV1-Decoder in M3-Prozessoren
  • Erste Macs mit M3- und M3 Pro-Chips ab Anfang November erhältlich
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