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Drittanbieter-Apps:
Instagram arbeitet an Schnittstelle für Threads

Mit dem Social-Media-Dienst Threads möchte Instagram Plattformen wie X Konkurrenz entgegensetzen und einen zentralen Service für Online-Konversationen schaffen. Viele wichtige Funktionen fehlen in der App allerdings noch. Eine Schnittstelle wurde bislang nicht implementiert.
29.10.2023  10:59 Uhr
Viele soziale Netzwerke verfügen über eine API, die Entwickler für eigene Anwendungen nutzen können. Threads ist hingegen bisher mit keiner offenen Schnittstelle ausgerüstet, sodass momentan noch keine Drittanbieter-Apps angeboten werden können. Das soll sich demnächst allerdings ändern. Einem Bericht von TechCrunch zufolge hat der Instagram-Chef Adam Mosseri im Rahmen einer Diskussion bestätigt, dass die Betreiber aktuell an einer Schnittstelle arbeiten. Er befürchtet jedoch, dass eine API hauptsächlich für mehr Inhalte von Publishern sorgt. Creator-Accounts rücken dabei in den Hintergrund.

Facebook, TikTok und Co.: Bye, bye, Social Media
Infografik Facebook, TikTok und Co.: Bye, bye, Social Media

Wie die Schnittstelle aussehen wird und auf welche Daten zugegriffen werden kann, bleibt offen. Zudem ist momentan noch unklar, ob das Social-Media-Protokoll ActivityPub unterstützt wird. Schon jetzt besteht die Option, ein Threads-Profil im Fediverse zu verifizieren. Mit ActivityPub-Support könnten auch Beiträge in einem Feed angezeigt werden, der auch Posts von Plattformen wie Mastodon und Lemmy enthält.

100 Millionen aktive Nutzer

Meta hatte vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass Threads monatlich von knapp 100 Millionen aktiven Nutzern verwendet wird. Obwohl die Schnittstelle die Anzahl an Nutzern nicht direkt erhöhen dürfte, könnten Drittanbieter eigene Tools in Verbindung mit dem sozialen Netzwerk entwickeln und häufig gewünschte Funktionen schneller nachliefern. Hierzu zählen unter anderem Listen mit favorisierten Inhalten oder die Möglichkeit, spezifischen Themen zu folgen.

Zusammenfassung
  • Instagram will mit Threads Konkurrenzplattformen herausfordern.
  • Threads verfügt aktuell noch über keine offene Schnittstelle (API).
  • Instagram-Chef Mosseri bestätigt Arbeit an einer API für Threads.
  • API könnte zu mehr Publisher- und weniger Creator-Inhalten führen.
  • Unklarheit über Unterstützung des Protokolls ActivityPub.
  • Drittanbieter-Tools könnten oft gewünschte Funktionen nachliefern.
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