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Elon Musk (5) bietet 1 Mrd. $, wenn Wikipedia sich in Dickipedia umtauft

Elon Musk, Tesla- und Twitter/X-Chef, reichster Mann der Welt und für seine Fans Visionär, hat ein Humorverständnis, das selbst so manchem Fünfjährigen peinlich wäre. Anders kann man die jüngste Wortmeldung des eigentlich 52-Jährigen nicht erklären und zusammenfassen.
24.10.2023  16:24 Uhr

Elon Musk: Milliardär, "Visionär", Troll

Musk ist wie erwähnt nicht nur ein milliardenschwerer Unternehmer, sondern auch der vielleicht größte Troll, den das Internet heutzutage kennt. Denn es gibt kaum ein kontroverses Thema, zu dem sich der Twitter/X-Chef nicht äußert, am liebsten natürlich auf der hauseigenen Plattform. Das musste nun auch Jimmy Wales, Gründer und Chef der freien Online-Enzyklopädie erfahren. Denn Wales veröffentlichte vor Kurzem einen "persönlichen Aufruf" und davon teilte Musk einen Screenshot. Der Wikipedia-Chef schreibt darin, dass "Wikipedia nicht zum Verkauf" stehe und man spenden soll. Musk teilte den Screenshot zunächst mit einem Schlaf-Emoji, kommentierte aber wenig später, dass er nicht verstehen kann, warum Wikipedia so viel Geld braucht.

Musk: "Habt ihr euch jemals gefragt, warum die Wikimedia Foundation so viel Geld will? Für den Betrieb von Wikipedia wird es sicher nicht benötigt. Man kann den gesamten Text buchstäblich auf sein Handy kopieren!" Relativ schnell fügten X-Nutzer dem Post aber den erforderlich Kontext hinzu, in dem erklärt wird, dass Wikipedia und die Wikimedia Foundation sehr wohl "erhebliche Kosten" hätten, wie The Hill erläutert.

Doch solche Fakten interessieren Musk ohnehin nur selten und so verwundert es nicht, dass er später folgendes Angebot machte: "Ich werde (Wikipedia) eine Milliarde Dollar geben, wenn sie ihren Namen in Dickipedia ändern." Zu diesem Vorschlag meinte der Journalist Ed Krassenstein, dass Wikipedia das ruhig machen solle, denn schließlich könne man den Namen wieder nach einem Tag ändern. Daraufhin präzisierte Musk sein Angebot und meinte, dass die Namensänderung mindestens ein Jahr offiziell sein müsse.

Der wahre Hintergrund des De-facto-Angriffs dürfte der Umstand sein, dass Jimmy Wales in Vergangenheit als Musk-Kritiker aufgefallen ist. Denn er verwies darauf, dass Wikipedia im Gegensatz zu Twitter keine Kritiker zensiere, so wie es im Zuge der türkischen Präsidentschaftswahl auf Twitter der Fall war. Stattdessen habe man sich an den Obersten Gerichtshof der Türkei gewandt und gewonnen: "Das ist es, was es bedeutet, die Meinungsfreiheit als Prinzip und nicht als Slogan zu behandeln", so Wales damals. Und so gerne Musk auch austeilt - beim Einstecken ist er deutlich dünnhäutiger.

Zusammenfassung
  • Elon Musk, Tesla- und Twitter-Chef, kritisiert Wikipedia für Spendenaufruf
  • Musk hinterfragt, warum Wikimedia Foundation so viel Geld benötigt
  • Er bietet eine Milliarde Dollar für Namensänderung Wikipedias in "Dickipedia"
  • Namensänderung muss laut Musk mindestens ein Jahr offiziell sein
  • Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer, ist bekannter Kritiker von Musk
  • Wales betont Meinungsfreiheit bei Wikipedia, im Gegensatz zu Twitter
  • Musk gilt als dünnhäutig bei Kritik, obwohl er selbst oft austeilt
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