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Kontroverser Activision Blizzard CEO Bobby Kotick geht bis Ende 2023

Belästigungen, Morddrohungen und viele weitere Anschuldigungen: Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick ist eine umstrittene Figur. Jetzt kommt es wie erwartet: Der Konzernchef nimmt nach der Übernahme durch Microsoft seinen Hut. Kotick geht mit einem Geldregen.
13.10.2023  19:05 Uhr
Wir schreiben das Frühjahr 2022, Microsoft hat soeben bekannt gegeben, dass man Activision Blizzard übernehmen will. Ein Paukenschlag für die Branche. Schnell nach dem Bekanntwerden wird eine Frage aber besonders laut gestellt: Was passiert mit CEO Bobby Kotick? Nachdem Microsoft den Deal heute offiziell abschließen konnte, ließ die Meldung vom Ausscheiden des umstrittenen Activision Blizzard CEOs nicht lange auf sich warten. Wie Kotick in einem Blogbeitrag zum Abschluss der Übernahme schreibt, habe er mit Xbox-Chef Phil Spencer vereinbart, den Übergang bis Ende des Jahres als CEO weiter zu begleiten. "Ich sage seit Langem, dass ich mich uneingeschränkt verpflichtet fühle, beim Übergang zu helfen. Phil hat mich gebeten, weiterhin als CEO von ABK tätig zu sein und ihm Bericht zu erstatten, und wir haben vereinbart, dass ich dies bis Ende 2023 tun werde."


Wie sich Microsoft nach dem Ausscheiden des alten CEOs aufstellt, will der Konzern zum aktuellen Zeitpunkt nicht verraten. "Wir werden in den kommenden Monaten mehr über unsere neue Organisationsstruktur mitteilen", so Phil Spencer laut Kotaku am 13. Oktober in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Kontrovers bis zum Schluss

Die Anschuldigungen gegen Bobby Kotick sind sehr weitreichend. Berichten zufolge wusste der CEO seit Jahren von Vorwürfen der Belästigung in seinem Unternehmen und hat eine eigene lange Geschichte von missbräuchlichem Verhalten. So hatte er unter anderem selbst eingestanden, eine Sprachnachricht hinterlassen zu haben, in der er drohte, seinen Assistenten umbringen zu lassen. Viele andere Vorwürfe bestreitet Kotick aber weiterhin.

Aktuell ist nicht bekannt, was Kotick nach seinem Ausscheiden bei Activision Blizzard vorhat. Klar ist dagegen, dass auf den Ex-Chef ein wahrer Geldregen wartet. Laut früheren Berichten dürfte ein Abfindungspaket in Höhe von 293 Millionen Dollar für sein Gehen ausbezahlt werden, darüber hinaus könnte ihm der Verkauf von Unternehmensanteilen weitere 400 Millionen Dollar bescheren.

Zusammenfassung
  • Activision Blizzard CEO Bobby Kotick tritt Ende 2023 zurück.
  • Rücktritt erfolgt nach Übernahme durch Microsoft.
  • Kotick bleibt noch zur Unterstützung des Übergangs.
  • Microsoft gibt noch keine Details zur Organisationsstruktur bekannt.
  • Kotick wird Belästigung und missbräuchliches Verhalten vorgeworfen.
  • Unklar, was Kotick nach seinem Ausscheiden plant.
  • Abfindung und Verkauf von Anteilen könnten 693 Mio. Dollar bringen.
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