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Activision Blizzard-Übernahme durch Microsoft: EU bleibt bei ihrem OK

Bereits morgen könnte Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard finalisieren, da es diese Woche die Absegnung des aktualisierten Deals durch die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) geben soll. Auch die EU hat keine neuen Einwände.
12.10.2023  14:48 Uhr

Endspurt der Übernahme von Activision Blizzard

Die CMA war lange Zeit die einzige Behörde auf der Welt, die einen formellen Einspruch gegen die Übernahme von Activision Blizzard eingelegt hat. Denn zwar wollte auch die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) das Geschäft verhindern, scheiterte dabei aber vor einem Gericht. Die FTC hat dazu zwar Berufung eingelegt, deren Erfolgschancen gehen laut Experten aber gegen null. In Großbritannien hat Microsoft mit einem angepassten Deal auf die ursprünglichen Bedenken reagiert, konkret hat der Redmonder Konzern der CMA einen Verkauf des beanstandeten Spiele-Streaming-Geschäfts an Ubisoft angeboten, diese hat auch bereits (vorläufig) mitgeteilt, dass diese Lösung zufriedenstellend sei und die ursprünglichen Bedenken ausräumen könne.


Auch die Europäische Union hat sich den neuen britischen Deal angesehen und laut einem Bericht von Bloomberg sieht die EU-Kommission keinen Grund, den Fall neu aufzurollen bzw. Änderungen an der bisherigen Freigabe aus Brüssel vorzunehmen.

EU bleibt bei Freigabe

Laut der EU bzw. den in die Sache eingeweihten Insidern ist man zum Schluss gekommen, dass die Änderungen, mit denen die britischen Regulierungsbehörden besänftigt werden sollen bzw. wurden, keine neuen wettbewerbsrechtlichen Fragen aufwerfen - und dadurch muss kein neues Genehmigungsverfahren angestoßen werden.

Offiziell wollte sich die EU-Kommission gegenüber Bloomberg nicht äußern, man teilte lediglich mit, dass man "die möglichen Auswirkungen" von Microsofts Überarbeitungen prüfe bzw. geprüft habe. Konkret wollte man sich zum Bericht des Wirtschaftsportals aber nicht äußern.

Zusammenfassung
  • Microsoft könnte Übernahme von Activision Blizzard finalisieren
  • Britische Wettbewerbsbehörde CMA soll Deal absegnen
  • EU hat keine Einwände gegen den aktualisierten Deal
  • Microsoft bot CMA Verkauf des Spiele-Streaming-Geschäfts an Ubisoft an
  • EU-Kommission sieht keine Notwendigkeit, Fall neu aufzurollen
  • Änderungen werfen keine neuen wettbewerbsrechtlichen Fragen auf
  • EU-Kommission prüft "mögliche Auswirkungen" von Microsofts Überarbeitungen
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