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YouTube erkennt "strenges" Tracking bei Microsoft Edge als Adblocker

Googles Videoplattform YouTube hat in den vergangenen Wochen und Monaten die Gangart gegenüber Adblockern verschärft, doch offenbar zieht man die Schrauben teilweise zu fest an. Denn nun werden auch Nutzer ausgesperrt, die mit Bordmitteln Tracker blockieren.
10.10.2023  15:31 Uhr

YouTube gegen Microsoft Edge

Microsofts Browser Edge und auch andere Anwendungen dieser Art bieten oftmals integrierte Privatsphäre-Maßnahmen, die Werbung zwar nicht kategorisch blocken, aber immerhin Tracking verhindern. Bei Edge erfolgt das im Zuge der "strengen" Tracking-Verhinderung, hier werden "die meisten Tracker von allen Websites" und vor allem "schädliche Tracker" geblockt sowie nur eine "minimale Personalisierung" gewährt. Microsoft warnt hier allerdings auch, dass "Teile von Websites möglicherweise nicht funktionieren". Letzteres meint aber vermutlich nicht, dass YouTube-Besucher am Ansehen von Videos gehindert werden sollen, denn schließlich ist Tracker-Schutz nicht dasselbe wie klassischer Werbeblocker. Und dennoch: Wie Windows Latest berichtet, lässt die Videoplattform manche Nutzer nicht zum gewünschten Video-Inhalt durch, wenn diese ein solches strenges Tracking vorgegeben haben.


Mit dem "einfachen" und "ausgewogenen" Tracking gibt es keine Probleme, beim strikten Schutz bestätigen aber mehrere Nutzer ein warnendes Popup. Wir haben das zwar auch ausprobiert, konnten diesbezüglich aber keine Probleme feststellen. Allerdings ist das Vorgehen von Google gegen Werbeblocker im Allgemeinen (noch) nicht einheitlich, es ist also denkbar, dass es sich bei allen Maßnahmen um eine Art A/B-Test handelt.

Wohlgemerkt schreibt auch Microsoft, dass der strikte Tracker-Schutz "minimale" Auswirkungen auf Werbung haben kann. So oder so: Wer ein derartiges Popup bekommt und dennoch ein YouTube-Video sehen will, dem bleibt wohl nichts anderes übrig, als zumindest temporär auf "ausgewogen" zu stellen.

Zusammenfassung
  • YouTube verschärft Vorgehen gegen Adblocker
  • Nutzer mit integrierten Blockern werden ausgesperrt
  • Microsofts Edge-Browser blockt mit "strenger" Einstellung Tracker
  • Nutzer mit striktem Tracking-Schutz können teils keine Videos sehen
  • Keine Probleme bei "einfachem" und "ausgewogenem" Tracking
  • Googles Vorgehen gegen Werbeblocker ist nicht einheitlich
  • Nutzer müssen auf "ausgewogen" umstellen, um Videos zu sehen
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