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Enkeltrick-SMS:
Bundesnetzagentur meldet Erfolge, stoppt Betrüger

Mit dem sogenannten "Enkeltrick" schockieren Betrüger seit Jahren ihre Opfer am Telefon. Jetzt hat die Bundesnetzagentur im Kampf gegen diese fiese Masche Zahlen vorgelegt. Allein 2023 wurden fast 6000 Rufnummern stillgelegt, die für den Enkeltrick verwendet wurden.
04.09.2023  18:40 Uhr

Eindringliche Warnung vor dem Enkeltrick

Die Polizei warnt aktuell wieder eindringlich vor dem Enkeltrick, bei dem es Gaunern darum geht, Geld und Wertsachen von ihren Opfern zu erpressen. Über Fallzahlen wird dabei selten berichtet, da man bei diesem Verbrechen von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Nun hat die Bundesnetzagentur einen Einblick in ihren Kampf gegen die Enkeltrick-Betrüger vorgelegt. Die Behörde schaltet dabei Rufnummern ab, die missbräuchlich verwendet werden, eben auch für den Enkeltrick.

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So kam es laut einer Pressemeldung der Bundesnetzagentur allein in diesem Jahr bereits zur Abschaltung von 7799 Rufnummern. "Allein 5898 betrafen Fälle des sogenannten Enkeltricks, bei denen die Kontaktaufnahme per SMS oder Messenger erfolgte", erklärt die Behörde.

Enkeltrick ist derzeit ein Schwerpunkt

Man sieht dabei den Enkeltrick als aktuellen Schwerpunkt, sowohl bei bereits erfolgtem Rufnummern-Scam als auch bei den Meldungen über den Missbrauch von Telefonnummern.

"Auch nach 20 Jahren hat die Bekämpfung von Rufnummernmissbrauch nichts von ihrer Bedeutung verloren. Immer wieder tauchen neue Szenarien auf und wir gehen konsequent dagegen vor", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. "Aktuell betreffen über zwei Drittel der von uns abgeschalteten Rufnummern das Enkeltrick-Szenario."

Dazu gibt die Bundesnetzagentur nun auch ein paar wichtige Tipps, wie man sich im Falle einer Kontaktaufnahme verhalten sollte:

Bei Tricknachrichten richtig verhalten

Betroffene sollten keinesfalls auf entsprechende Kontaktversuche eingehen:

  • Erhalten Sie eine SMS, in der Sie jemand auffordert, Geld zu überweisen oder persönliche Daten einzugeben, ignorieren Sie die Nachricht.
  • Geben Sie auf keinen Fall persönliche Informationen wie Namen oder Orte heraus. Jegliche Informationen dieser Art können Betrüger verwenden, um ihre Geschichten glaubwürdiger zu machen.
  • Verifizieren Sie den Absender. Meldet sich zum Beispiel Ihre Enkelin oder Ihr Enkel oder Ihr Kind mit einer Ihnen unbekannten Nummer, kontaktieren Sie sie persönlich. Erkundigen Sie sich über die Ihnen bekannten bisherigen Rufnummern.
  • Warnen Sie Ihr Umfeld vor diesen Tricks. Erzählen Sie insbesondere älteren Menschen davon, damit sie vorbereitet sind.

Zusammenfassung
  • Bundesnetzagentur legt Zahlen zum Enkeltrick vor
  • Fast 6000 für Enkeltrick genutzte Rufnummern stillgelegt
  • Polizei warnt eindringlich vor dem Enkeltrick
  • Hohe Dunkelziffer bei diesem Verbrechen vermutet
  • Bundesnetzagentur sieht Enkeltrick als aktuellen Schwerpunkt
  • Umgang mit Enkeltrick: Ignorieren, keine Infos, Absender verifizieren
  • Empfehlung: Warnung des Umfelds, insbesondere ältere Menschen
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