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Uber-Selbstfahr-Todesfall: Aufsichts-Beifahrerin bekennt sich schuldig

2018 sorgte ein tödlicher Unfall für viel Aufsehen und hatte auch schwerwiegende Folgen für die Branche und im konkreten Fall Uber. Denn bei einem nächtlichen Unfall eines selbstfahrenden Fahrzeugs wurde eine Fußgängerin getötet. Die Aufsichtsperson stand nun vor Gericht.
01.08.2023  14:03 Uhr

Tödlicher Unfall in Tempe, Arizona

An Orten wie San Francisco gehören selbstfahrende Autos mittlerweile zum Stadtbild und sind auch tatsächlich vollkommen selbstständig unterwegs - ein Beifahrer, der dem Fahrzeug auf die "Finger" bzw. das Lenkrad schaut, ist nicht länger erforderlich. 2018 war das anders und hatte dennoch tragische Folgen. Denn im März 2018 wurde eine plötzlich von rechts auftauchende Fußgängerin von einem selbstfahrenden Auto erfasst und tödlich verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht und wird dieser Tage vor einem Gericht verhandelt. Denn unterwegs war damals ein modifizierter Volvo XC90, in diesem testete der Mitfahrdienst Uber Volvo die Autonomie auf Level-3-Stufe.

Konkret bedeutete das, dass eine Person stets die Aufsicht über das Geschehen haben muss, um eingreifen zu können, wenn das Selbstfahrsystem versagt oder einen Fehler macht. Beim Unfall von 2018 in Tempe, Arizona, hatte Rafaela Vasquez diese Rolle, doch sie war zum Zeitpunkt des Unfalls abgelenkt, da sie auf ihr Smartphone blickte und nicht auf die Straße.


Rafaela Vasquez stand nun vor Gericht und bekannte sich schuldig, sie wurde zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das ist deutlich mehr als die Verteidigung angeboten bzw. gefordert hat, diese wollte, dass Vasquez lediglich sechs Monate bekommt.

Das Argument von Vasquez' Anwälten war, dass Uber als Betreiber des Tests eine Mitverantwortung hat. Denn in internen Konversationen sprachen Uber-Manager und -Mitarbeiter davon, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis so etwas passiert. Dazu kommt, dass die Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board in ihrem Bericht festgestellt hat, dass Uber das Notfall-Bremssystem des Fahrzeugs deaktiviert hatte. Das alles sah das Gericht aber als weniger relevant an.

Der Fall könnte durchaus Folgen haben, da er laut Engadget beeinflussen könnte, wie andere Gerichte in Bezug auf Unfälle mit Beteiligung von Selbstfahr-Funktionen urteilen.

Zusammenfassung
  • 2018: Tödlicher Unfall mit autonomem Auto, Aufsichtsperson vor Gericht.
  • Fußgängerin getötet, Aufsichtsperson abgelenkt.
  • 3 Jahre Bewährungsstrafe, mehr als von der Verteidigung gefordert.
  • Urteil könnte andere Gerichte beeinflussen.
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