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Forscher vermutet Fragmente von Alien-Technologie in einem Meteorit

Ein US-Wissenschaftler hegt den Verdacht, Fragmente außerirdischer Technologie gefunden zu haben. Kleine Kugeln, die man in einem Meteoriten fand, der 2014 in den Gewässern vor Papua-Neuguinea abstürzte, passen zumindest kaum in natürliche Erklärungsmuster.
10.07.2023  14:31 Uhr
Geborgen wurde der Meteorit durch den Harvard-Professor Avi Loeb und sein Team, nachdem man den Meeresboden im berechneten Einschlagsgebiet mit starken Magneten abgesucht hatte. Das ist eine praktikable Möglichkeit, da durchaus viele Objekte dieser Art einen hohen Eisenanteil haben - ansonsten würden sie kaum als kompaktes Objekt bis auf die Erdoberfläche durchdringen. In dem Meteoriten-Material fand man eine ganze Reihe kleiner Kügelchen. Eine Analyse ergab, dass diese zum überwiegenden Teil aus Eisen bestehen, in das Silizium, Magnesium und Titan eingebettet sind. Hinzu kommen noch einige Spurenelemente. Insgesamt wurden 50 dieser Kugeln gefunden, die jeweils weniger als einen Millimeter groß waren. Allein schon diese Zusammensetzung ist eher ungewöhnlich. "Es hat eine Materialstärke, die härter ist als alles Weltraumgestein, das bisher gesehen und von der NASA katalogisiert wurde", so Loeb gegenüber dem US-Sender CBS News.

Seltsame Meteoriten-Murmeln
Die von Loeb und seinen Kollegen gefundenen Murmeln

Bisher nur Indizien

Aber auch die Bahneigenschaften des Objekts vor seinem Einschlag auf der Erde ließen die Forscher aufhorchen. "Wir haben seine Geschwindigkeit außerhalb des Sonnensystems berechnet. Sie betrug 60 Kilometer pro Sekunde und war damit schneller als 95 Prozent aller Sterne in der Nähe der Sonne", führte Loeb weiter aus. Die Forscher haben daher den Verdacht, "dass es sich möglicherweise um ein Raumschiff einer anderen Zivilisation oder um eine technische Spielerei handeln könnte".

Vergleichbar vielleicht mit den Voyager-Raumschiffen, die von der Menschheit ausgesandt wurden und die Grenze des Sonnensystems passieren werden. "Sie werden das Sonnensystem in 10.000 Jahren verlassen. Stellen Sie sich vor, sie würden in einer Milliarde Jahren mit einem anderen, weit entfernten Planeten kollidieren. Sie würden als Meteor einer Zusammensetzung erscheinen, die sich schneller als gewöhnlich bewegt", erklärte Loeb.

Die Forscher wollen nun versuchen, ein größeres Stück des Meteoriten zu finden. Das könnte genaueren Aufschluss über seine ursprüngliche Natur geben. Wenn es natürlichen Ursprungs ist, wird dies den Forschern Aufschluss darüber geben, welche Materialien außerhalb unseres Sonnensystems existieren. Wenn sie künstlich sind, beginnen die Fragen erst richtig.

Zusammenfassung
  • Wissenschaftler will Fragmente außerirdischer Technologie gefunden haben.
  • Meteorit 2014 vor Papua-Neuguinea geborgen.
  • Bahneigenschaften des Objekts vor Einschlag auf Erde ungewöhnlich.
  • Ähnlichkeit zu Voyager-Raumschiffen, die das Sonnensystem verlassen.
  • Forscher suchen größeres Stück des Meteoriten.
  • Künstlicher Ursprung würde viele Fragen aufwerfen.
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