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Bill Gates nennt sich nun "Gamer", Spiele sind "großartige Metapher"

Der Microsoft-Co-Gründer ist ein begeisterter Leser sowie eifriger Blogschreiber und oftmals kommt beides zusammen. Nun hat er erneut über ein Buch geschrieben, das ihn fasziniert hat, und kommt zum Schluss, dass er sich nun als Gamer bezeichnen kann und will.
06.06.2023  17:23 Uhr
Konkret geht es um das Buch Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow von Gabrielle Zevin, dieses ist auch auf Deutsch erhältlich und nennt sich "Morgen, morgen und wieder morgen". Dieser Roman über Videospiele habe sich für Bill Gates "sehr persönlich" angefühlt, so persönlich, dass er seine Einstellung zum Thema geändert habe: "Lange Zeit hätte ich das verneint, denn ich verbringe nicht Hunderte von Stunden mit einem einzigen Spiel", schreibt der 67-Jährige. Gates: "Als ich jünger war, liebte ich Arcade-Spiele und wurde ausgezeichnet in Tetris. Und in den letzten Jahren habe ich angefangen, viel Online-Bridge und Spiele wie Spelling Bee und eine Reihe von Wordle-Varianten zu spielen. Die Definition des Begriffs Gamer wird immer breiter und umfassender, und vielleicht sollte man mich auch so nennen."

"Morgen, morgen und wieder morgen" handelt jedenfalls von Sam und Sadie, zwei Freunden, die im College ein Spiel namens Ichigo erschaffen, das ein Hit wird. Ihr Studio Unfair Games feiert Erfolge, doch es kommt später zum Streit.


Bill Gates, Paul Allen und Steve Ballmer

So persönlich ist der Roman auch deshalb für Gates, weil ihn Sadie und Sam an seine Beziehung mit Paul Allen erinnert, im Positiven wohlgemerkt: "Ich konnte nicht anders, als mich beim Lesen an meine Beziehung zu Paul Allen zu erinnern. Sadie glaubt, dass 'wahre Partner in diesem Leben selten sind'. Dem stimme ich zu, und ich hatte das Glück, in Paul einen solchen zu haben."

Einige Passagen erinnern Gates an die Anfangstage von Microsoft. Sam und Sadie sind nicht die einzigen Parallelen, die Gates zu Microsoft zieht. So gibt es im Buch einen Charakter namens Marx, dieser erinnert ihn an Steve Ballmer.

Gates: "Ein weiterer Teil des Buches, der mir bekannt vorkam, war die Dynamik zwischen Sam und Sadie und Marx, einem Studienfreund, der ein gleichberechtigter Partner bei ihrer Arbeit ist. Marx ist kein Spieldesigner wie Sam und Sadie, aber Ichigo und Unfair Games wäre ohne seinen Produktions- und Geschäftssinn nicht möglich gewesen. Außerdem ist er ein charmanter, witziger Charakter, mit dem man im Laufe des Buches mitfiebert."

Der Roman hat die volle Empfehlung von Gates: "Selbst wenn man skeptisch ist, ein Buch über Videospiele zu lesen, ist das Thema eine großartige Metapher für menschliche Beziehungen."

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